ADFC SH zur Verkehrspolitik der neuen Landesregierung: „Wir brauchen endlich einen konkreten Fahrplan für richtigen Klimaschutz im Verkehrssektor!“

21.08.22
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Schleswig-Holstein e.V.

Der ADFC Schleswig-Holstein positioniert sich zu den Plänen der Landesregierung und fordert für die Radstrategie 2030 des Landes endlich ein Umsetzungskonzept, einen Zeitplan und konkrete Finanzierungszusagen.

Nach dem Koalitionsvertrag hat die neue Landesregierung von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Schleswig-Holstein im Juli ihr sogenanntes „100-Tage-Programm“ vorgestellt. Zu den Maßnahmen und Positionen stellt Stephanie Meyer, Landesvorsitzende des ADFC Schleswig-Holstein e.V., fest:

„Dieser Sommer ist geprägt von den Auswirkungen einer nie gekannten Energiekrise. Dazu werden die Folgen der Klimakrise mit Rekordtemperaturen, Dürren und Waldbränden deutlicher denn je. Deshalb muss der Verkehrssektor auch in Schleswig-Holstein schnellstens klimafreundlich umgestaltet werden."

Zwar habe das Land eine gute Radstrategie, die jedoch auch nach zwei Jahren immer noch ohne Umsetzungskonzept, Zeitplan und konkrete Finanzierungszusagen geblieben ist! Entsprechend erwartet der ADFC von der Landesregierung bis Ende des Jahres einen aktualisierten Plan für das erste Jahr der Legislaturperiode.

Dazu führt Stephanie Meyer die dringendsten Punkte an:

„Aus unserer Sicht gibt es mehrere wichtige Maßnahmen, die nun zügig umgesetzt werden müssen:

·       Fortschreibung des Landesweiten Radverkehrsnetzes (LRVN) zügig angehen

·       Einen konkreten Maßnahmenkatalog zur Umsetzung der Radstrategie für die nächsten 3 Jahre mit Zeit- und Finanzierungsplan

Denn bis 2025 wird in der Radstrategie als Teilziel ein Radverkehrsanteil von 22 Prozentpunkten festgelegt. Derzeit sind es nur 13 Prozent. Ohne einen guten und für alle verständlichen Arbeitsplan ist diese Zielmarke nicht erreichbar.

Dazu brauchen wir in einem ersten Schritt zeitnah eine Übersicht aller Schäden an Radwegen, und die Erfassung muss unabhängig von den Zuständigkeiten erfolgen. Ein Konzept für eine zukünftige hochwertige Instandsetzung incl. Priorisierungs- und Zeitplan muss dabei alle Straßenbaulastträger mitnehmen. Hier sehen wir den Landesbetrieb für Straßenbau mit seiner Stabsstelle für Radverkehr als kompetente Leitstelle.

·       Runder Tisch „ÖPNV + Rad“

Um die Erkenntnisse des 9-Euro-Tickets aufzuarbeiten und strukturelle Maßnahmen für eine landesweite intermodale ÖPNV-Angebotsoffensive festzulegen, braucht es einen zeitnahen festen Austausch mit allen relevanten Akteuren.“

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter https://sh.adfc.de/presse







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz