Abschiebung einer jemenitischen Familie droht

21.03.19
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Schleswig-Holstein

Menschlichkeit vor Bürokratie

Cornelia Möhring, stellvertretende Vorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, und Lorenz Gösta Beutin, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, erklären:

In der Gemeinde Bosau/Ostholstein lebt Salah A. mit seiner Familie, geflohen aus dem bürgerkriegsgeschüttelten Jemen. Sie kamen über Griechenland hierher, weil es dort keinerlei Hilfen gab und sie auf der Straße leben mussten. Hier haben sie sich vorbildlich integriert. Aber nun sollen sie nach Griechenland abgeschoben werden. Das heißt: Zurück auf die Straße, zurück ins Elend! Und nicht nur das: Rückwirkend zum 1. März wurde den A.s auch ihre Krankenversicherung entzogen, obwohl für den 21. März eine Knie-Operation des jüngsten Sohnes geplant ist.

Nachbarn und Freunde haben die Familie bislang unterstützt, ihnen finanziell geholfen. Es sind Freundschaften und damit Bindungen entstanden. Das Entsetzen ist daher groß! Und nicht nur in der Gemeinde Bosau hat dieses hartherzige und bürokratische Verhalten der Behörde für Unverständnis und Wut gesorgt. Eine Online-Petition hat bereits hunderte Stützunterschriften gefunden.

Ich fordere die Ausländerbehörde auf, die Integrationsleistungen der Familie A. anzuerkennen, die Krankenhauskosten abzusichern und es zu ermöglichen, dass eine Perspektive für die Familie entwickelt werden kann. Ich fordere Menschlichkeit vor Bürokratie!







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz