Zahnärztekammer Schleswig-Holstein als Miethai in Berlin?

01.03.19
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, Berlin, Politik 

 

Von Lorenz Gösta Beutin MdB

Wie heute bekannt wurde, ist das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein über eine undurchsichtige Immobilienfirma (Projekt F-24 Alpha GmbH) an einem skandalösen Versuch beteiligt, Mieter*innen in Berlin durch eine Mieterhöhung um 200 Prozent aus ihren Wohnungen zu treiben.

„Mit der Begründung, das Haus würde weitgehend modernisiert, wurde den Mieter*innen des Hauses Lenbachstraße 7 in Berlin angekündigt, dass sich die Mieten fast verdreifachen werden. Das ist ein klarer Versuch, die bisherigen Mieter*innen aus den Wohnungen zu bekommen um bei Neuvermietung oder Verkauf mehr Profit aus den Wohnungen zu schlagen.“, so Lorenz Gösta Beutin, Bundestagsabgeordneter und Landessprecher der LINKEN aus Schleswig-Holstein. „Ich bin entsetzt, dass die Versorgungskasse der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein sich nicht zu schade ist, durch solche unsozialen Machenschaften ihre Gewinne zu maximieren. Die Versorgungskasse muss als Anteilseigner der Projekt F-24 Alpha GmbH darauf hinwirken, dass dieser durchsichtige Versuch Mieter*innen durch eine „Modernisierung“ zu vertreiben sofort gestoppt wird. Es kann nicht sein, dass die Altersversorgung von Zahnärztinnen und Zahnärzten in Schleswig-Holstein durch dubiose und unsoziale Geschäfte auf dem so und so schon angespannten Berliner Immobilienmarkt finanziert werden.“

Verdrängung durch Mieterhöhung im Zuge einer unnötigen Modernisierung ist in Berlin seit diesem Jahr eine Ordnungswidrigkeit. Die Modernisierungsankündigung wurde entsprechend auf das Ende des letzten Jahres datiert. „Der ganze Vorgang zeugt von einer hohen Bereitschaft alles zu tun, um auf Kosten der Menschen in der Lenbachstraße 7 so viel Gewinn wie möglich zu machen. Es scheint angeraten, sich auch die sonstigen Aktivitäten dieser Firma jetzt genau anzusehen, da zu befürchten ist, dass dies kein Einzelfall ist.“, so Beutin weiter. „Es ist nicht auszuschließen, dass auch Mieter*innen in Schleswig-Holstein von diesem unethischen Verhalten der Versorgungskammer betroffen sind oder dass in Zukunft sein werden. Solchen Machenschaften muss endlich auch rechtlich wirksam Einhalt geboten werden.“







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz