Stellungnahme Fraktion Bürger für Dreieich zur Führung des Radschnellweges durch Dreieich

19.08.21
HessenHessen, News 

 

Streckenführung

Ingesamt sind zur Zeit 5 Routenvorschläge im Rennen, wobei der Vorschlag der CDU offensichtlich noch aussteht.

Unsere Fraktion Bürger für Dreieich hat im Rahmen einer ausgiebigen Befahrung und Begutachtung den Routenvorschlag in cyan eingebracht, der jedoch am Punkt "Bahnübergang Buchschlag" mit einer Schwäche belastet ist.

Weiter wurde die Sommerroute aktuell nicht verfolgt, da der Schutzstatus des Bannwaldes als nicht zu überwindendes Planungshindernis dargestellt worden ist. Diese Information scheint aber in der Form nicht valide, da eine Änderung des hessischen Waldgesetzes durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Welche Routen ausscheiden

Die Routen 3, 4 und 5 scheiden unserer Auffassung nach aus.

Der Sinn eines Radschnellweges besteht darin, die Radler schnell und zügig von A nach B zu bringen, in diesem Falle von Darmstadt nach Frankfurt. Die weitere Anbindung an die Ortsteile muss über Zubringer erfolgen, sprich: gute Radwege oder Fahrradstraßen. In Dreieich ist ein erster Zugang in die Innenstadt ausgehend vom Buchschlager Bahnhof bereits vorhanden.

Wir kennen das Prinzip bei jeder Verkehrsform, egal, ob Schiene oder Straße: von der Schnellstrecke gehen Feinverästelungen darstellende Verbindungen ab. Das muss auch für Radwege gelten, denn Radler sind gleichberechtige Verkehrsteilnehmer.

Welche Routen wir priorisieren

Als oberste Priorität favorisieren wir eine Führung entlang der so genannten Sommerroute - mit entsprechenden Zubringern - wie bereits mehrfach an die Öffentlichkeit kommuniziert.

Als zweitbeste Variante stimmen wir für die Führung in hellblau, die unsere vorgreschlagene kurze Führung "cyan" bis Mitte Buchschlag übernimmt, aber den kritischen Punkt am Bahnhof Buchschlag umgeht.

Sollte die Sommerroute sich als in keiner Weise realisierbar erweisen - was wir bei entsprechenden Mehrheiten nicht annehmen - dann eröffnet sich schon jetzt der Konflikt mit den Anwohnern in Buchschlag.

Hier ist zu sagen, dass die gezielte Förderung alternativer Mobiltätsformen - ebenso wie jeder andere Eingriff in die öffentliche Infrastruktur - immer mit Veränderungen für die Anwohner behaftet sein wird. Das gilt mithin nicht nur für die Buchschlager.

Der kommende Radschnellweg ist das größte Mobiltätsprojekt in Dreieich, neben Planungen zur Verlängerung der Straßenbahn und der Reginaltangente West, und ist als Chance für Dreieich zu werten - und auch als Chance für die Buchschlager.

Hier muss die entsprechende Kommunikationsarbeit offenbar noch geleistet werden, um die Menschen vor Ort für das Projekt zu öffnen.

Auffallend ist aber der Widerspruch, sich ein Parkdeck in Buchschlag zu wünschen, aber auf der anderen Seite die Interessen der Radler als nicht darstellbar einzustufen. Das ist nicht nachvollziehbar.

Zum Verfahren

Eine Bürgerbeteiligung ist gut, reicht aber nicht aus. Unserer Auffassung nach sollte eine echte online-Abstimmung durchgeführt werden, sobald jene Routen identifiziert worden sind, die durchsetzbar sind. Es macht zum Beispiel keinen Sinn, die Dreieicher Beule, Route 5, zu realisieren, nur weil diese eine Mehrheit im Stadtparlament hat - und die Mehrheit der Bürger sie trotzdem ablehnt.

Damit ist in der Tat insinuiert, dass im Stadtparlament auch Entscheidungen fallen, die nicht den Willen der Mehrheit der Bevölkerung spiegeln - das muss vermieden werden.

 

Fraktion Bürger für Dreieich

Natascha Bingenheimer

Tino Schumann

 

Henry Schmidt (Social Media)







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