Neue Gebührenordnung in Dreieich: Teuerungsrate geht an der Kinderbetreuung nicht vorbei

14.06.18
HessenHessen, News 

 

Von Bürger für Dreieich

Auf welchen Schultern werden die Lasten verteilt?

"Die neu ausgearbeitete Gebührenordnung zur Kinderbetreuung hat bei den betroffenen Eltern verständlicherweise für viel Verwirrung gesorgt." Dafür zeigen Natascha Bingenheimer und Tino Schumann von der Fraktion Bürger für Dreieich Verständnis.

"Der Beschlussvorschlag, die Tarife im U3- und Hortbereich mit der vom Land beschlossenen Freistellung des sechsstündigen Kita-Besuchs inhaltlich zu verknüpfen war kein ausgesprochen glückliches Vorgehen, denn die beiden Sachverhalte haben zunächst überhaupt nichts miteinander zu tun. Das hätte die Verwaltung viel klarer kommunizieren sollen."

"Die Eltern sind natürlich über die 10prozentige Erhöhung in U3 und Hort verärgert. Die allgemeine Teuerungsrate jedoch triftt insbesondere jene Angebote besonders hart, in denen ein hoher Personalaufwand notwendig ist. Das gilt auch für die Kinderbetreuung. Hier kam und kommt es zu permanenten (laufenden) Kostensteigerungen zum Beispiel über Tariferhöhungen, die die Stadt gar nicht beeinflussen kann."

"Die Finanzierung von Sozialausausgaben sorgt immer wieder für heftige Debatten - wie auch hier in Dreieich."

"Bei einer kompletten Freistellung muss die Allgemeinheit die Aufwendungen über entsprechende Steuern übernehmen, wie zum Beispiel auf Kommunalebene über die Grundsteuer. Oder aber bei einer teilweisen Umlegung anteilig die Nutzer direkt. Fest steht, dass die Ausgaben irgendwie beglichen werden müssen."

"Insofern ist die Forderung nach kostenfreier Kinderbetreuung und ebenso das Unbehagen über Kostensteigerungen lediglich die Frage, auf wie vielen Schultern und welcher politischen Ebene die Lasten verteilt werden sollen."

"Die verpflichtende Einführung eines Frühstücks in Dreieich begrüßen wir in jedem Falle, da die Vertreter des zuständigen Fachbereichs glaubhaft versichert haben, dass es Kinder gibt, die den Tag zuhause ohne ordentliche Mahlzeit beginnen. Alle Kinder sollen gleiche Startchancen erhalten, und ein Beitrag von 5 Euro ist hier in jedem Falle sicherlich verkraftbar."

Die neue Satzung steht in der Dreieicher Stadtverordentenversammlung am 19.6.2018 zur Abstimmung an.

 







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