Stuttgart 21: Schlichtung bestätigt massive Planungsmängel

01.12.10
PolitikPolitik, Baden-Württemberg, News 

 

Zum Schlichterspruch über das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ erklärt MdB Karin Binder aus Karlsruhe, Sprecherin der Landesgruppe Baden-Württemberg in der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:

„Die Schlichter-Runden haben die Kritik am Mammut-Projekt „Stuttgart 21“ bestätigt:

Die Genehmigung wurde trotz Kostenexplosion, Auslastungsengpass und erheblicher Fehlplanungen erteilt. Unzureichende Fluchtwege und ungenügender Brandschutz wurden offenbar bewusst in Kauf genommen. Das ist fahrlässig. Das Großprojekt der DB AG war von Anfang an mit Wunschdenken begründet und nicht mit harten Fakten. Das haben die Menschen vor Ort gespürt. Ihr Protest ist daher berechtigt und eine Bereicherung für die Demokratie. Das Schlichtungsergebnis bedeutet vor allem eines: Das „Plus“ bei „Stuttgart 21“ steht für noch höhere Kosten.

DIE LINKE fordert einen sofortigen Baustopp. Aufgrund der Kostenexplosion ist ein Bürgerentscheid fällig. Ein modernisierter Kopfbahnhof bleibt deutlich leistungsfähiger als die unterirdische Variante von „Stuttgart 21“. Das Modell „K 21“ der Bürgerinitiativen ist nur halb so teuer, orientiert sich am wirtschaftlichen Bedarf und könnte schrittweise verwirklicht werden. Da muss niemand mit der Brechstange ran! Bahnhöfe sollen dem Reisen dienen und nicht dem Prestige der DB AG. Ministerpräsident Mappus muss einsehen, dass er aufs falsche Pferd gesetzt hat.“







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