Reich gegen Arm in Deutschland – Die soziale Apartheid ist schlimmer als in Amerika


Bildmontage: HF

21.05.18
SozialesSoziales, Debatte, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

»Arm gegen Reich. Schlimmer als in Amerika. Von wegen Wohlstand für alle - das Gefälle zwischen Besserverdienern und Billigarbeitern erreicht im aktuellen Aufschwung einen Rekord. Und das Drama ist: Die Folgen werden bei uns immer weniger aufgefangen. Eine Kolumne von Thomas Fricke.«  – 

Vgl. Spiegel Online *

Kommentar

Heute, 19.04.2018, SPON  Nr.196.

Soziale Apartheid in Deutschland 2018

An der Ungleichheit im bundesdeutschen Reichtumsland sind auch jene aktiv beteiligt, die seit Jahrzehnten von der ‘Sozialpartnerschaft’ zwischen Putzfrau und leistungsloser Erbschafts-Milliardärin schwadronieren. Das, sowohl in allen bürgerlichen, wirtschaftsliberalen und rechtskonservativen Parlamentsparteien, sozialdemokratischen und wirtschaftsliberalen Gewerkschaften. Dabei betreiben fast alle Gewerkschaften ausschließlich die Politik der Sozialarbeiter*innen, auf Kosten ihrer Mitglieder*innen, in den staatlichen und privaten Unternehmen, Konzernen und Verwaltungen. Sie sind hauptverantwortlich für die Kritikunfähigkeit und geistig-kämpferische Entmündigung ihrer Klientel. Die Macht und Herrschaft des von ihnen mit-organisierten Kapitals steht ihnen näher, als die von ihnen entmündigte und vorgebliche Basis. Dabei setzen sie die Unterwerfungspolitik von der ‘Volksgemeinschaft’, so im Kapitalfaschismus von vor 1945, ungebrochen und modifiziert nur fort.

Schon vor Einführung des Hartz-IV-Strafvollzugs, ab 1. Januar 2005, für Arbeitslose der deutschen Arbeiterklasse und Angestellte der Zeit- und Leiharbeit, sowohl in Privatbetrieben, Konzernen und staatlichen Einrichtungen, hätten die spezialdemokratischen und rechtssozialdemokratischen Gewerkschaften einen entschiedenen Kampf in den Betrieben und auf der Straße gegen die materielle und soziale Deklassierung großer Teile der Erwerbsbevölkerung führen müssen. Dabei hätten auch die rechtssozialdemokraten Gewerkschaftsführungen niemals, sowohl in der SPD und im DGB, eine kampflose Hinnahme der fortschreitenden Verarmung von Millionen Erwerbstätigen, Familien und ihren Kindern, hinnehmen dürfen.

Die Entmündigung und Entfremdung der Erwerbsbevölkerung im deutschen Kapitalismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und fortwährend im 21. Jahrhundert, ist vor allem ein Projekt aller bürgerlichen Parteien und insbesondere der rechtssozialdemokratischen Führer*innen in Parteien und Gewerkschaften. Von deren erfolgreichen Einwirkung auf das werktätige Massenbewusstsein konnten selbst die deutschen NS-Kapitalfaschisten, von vor 1945, nur träumen. Was sie selbst in der Hochzeit des NS-Kapitalfaschismus nicht schafften, das haben die Sozialpartner und Sozialarbeiter der deutschen Finanz- und Monopolbourgeoisie bis heute geschafft, die nahezu vollständige Kampfunfähigkeit, Entfremdung und Entmündigung der großen Mehrheit der Erwerbsbevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland, so auch bis in das Jahr 2018.

Die reale soziale Apartheid für Millionen im Konsum- und Reichtumsland der BRD und EU-Europa im 21. Jahrhundert!

 

* Vgl. Spiegel-Online am 18.05.2018:  Arm gegen Reich. Schlimmer als in Amerika. Eine Kolumne von Thomas Fricke. – »Die Ungleichheit ist heute also größer als vor dem Aufschwung. Nach Milanovics Berechnung liegen Besser- und Schlechter-Verdienende in Deutschland sogar weiter auseinander als in den USA.«

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-das-gefaelle-arm-reich-erreicht-neuen-rekord-a-1208343.html

 

19.05.2018, Reinhold Schramm







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