Steigende Arbeitslosigkeit und mehr Hartz IV-Betroffene in NRW

02.02.15
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Zum Arbeitsmarktbericht NRW Januar 2015

Von DIE LINKE. NRW

Eine Zunahme von ca. 40.000 auf 767.402 Arbeitslose und bei Hartz IV von ca. 14.000 Menschen im Verhältnis zum Dezember 2014 konstatiert der aktuelle Arbeitsmarktbericht NRW für Januar 2015. Was also einen weiteren Anstieg von Armutsverhältnissen bedeutet, steht für die Chefin der Regionaldirektion NRW, Christiane Schönefeld, jedoch im monatlichen neoliberalen Neusprech für einen "robusten Arbeitsmarkt" und sie erwartet darüberhinaus entgegen allen Indikatoren sogar eine "günstige Entwicklung im ersten Halbjahr", kommentiert der arbeitsmarktpolitische Sprecher des Landesvorstands DIE LINKE.NRW, Jürgen Aust, die aktuellen Zahlen.

"Auch wenn die offizielle Arbeitsmarktpolitik immer wieder versucht, mit wachsenden Beschäftigungszahlen den Menschen Sand in die Augen zu streuen, so sprechen die Fakten eine deutlich andere Sprache. Zwar ist nicht zu übersehen, dass mit 6.417 Mio. sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten offensichtlich eine zunehmende Arbeitskräftenachfrage existiert, jedoch handelt es sich dabei in erster Linie um eine ständige Ausweitung prekärer Beschäftigung. Insbesondere verzerren die offiziellen Arbeitslosenzahlen Monat für Monat die tatsächliche Arbeitslosigkeit, die mit ca. 967.000 Arbeitslosen noch einmal um ca.

200.000 Menschen höher ist, was die Lage erheblich dramatischer zeichnet. Auch die Zahl der Menschen, die Hartz IV-Leistungen beziehen, liegen mit 1.158.221 Personen noch einmal um 14.230 Personen als im Januar 2014. Das besondere Krebsgeschwür der Langzeitarbeitslosigkeit bleibt darüberhinaus mit 329.070 Personen auf unverändert hohem Niveau, obwohl die herrschende Politik diese nahezu gebetsmühlenartig für besonders förderungswürdig hält. Tatsächlich passiert aber nichts, um diesen Zustand zu verbessern. Im Gegenteil wurden die Eingliederungsleistungen in den letzten Jahren dramatisch zurückgefahren. Betrugen diese für NRW 2010 noch ca. 1 Mrd. €, stand

2014 für eine aktive Arbeitsmarktpolik mit ca. 477.000 € lediglich weniger als die Hälfte der Mittel zur Verfügung. Somit erscheint hinter der geschönten Fassade des Arbeitsmarkts in NRW eine zunehmend marode Substanz, woran die von SPD und Grünen geführte Landesregierung offensichtlich nichts ändern will. Denn ein längst überfälliges öffentliches Beschäftigungsprogramm, was die Massenarbeitslosigkeit spürbar bekämpfen würde: Fehlanzeige."







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