NABU: EU-Verhandler müssen sich bewegen, um Artensterben aufzuhalten

02.05.21
UmweltUmwelt, Internationales, News 

 

Von NABU

Krüger: Mehr Geld für freiwillige Umweltmaßnahmen nötig / Zehn Prozent Naturschutzbrachen essentiell, um Artenvielfalt zu retten

Beim sogenannten Trilog kommen morgen die Verhandler von EU-Kommission, Rat und Europäischem Parlament zusammen, um einen Kompromiss zur Gemeinsamen Agrarpolitik in Europa (GAP) zu finden. Zentrales Thema ist die sogenannte “Grüne Architektur”, die neben den Eco-Schemes (Öko-Regelungen) auch die Voraussetzungen für den Erhalt von Direktzahlungen (Konditionalität) regelt. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Das Treffen der EU-Agrarminister vom vergangenen Montag lässt wenig Gutes ahnen. Ein Kompromissvorschlag an das Parlament, der nur marginal über die extrem schwache Position vom Oktober hinausging, fand dort nur verhaltene Unterstützung. Soll die GAP jedoch dem European Green Deal und der dramatischen Biodiversitätskrise gerecht werden, müssen sich sowohl die Agrarministerinnen und -minister als auch Europäische Parlament deutlich bewegen. Es braucht deutlich mehr Geld für freiwillige und effektive Umweltmaßnahmen, als es z.B. Deutschland bisher vorsieht. Um die Artenvielfalt zu erhalten, sind zudem zehn Prozent nicht-produktive Flächen in Form von Brachen, Blühstreifen und Hecken nach wie vor dringend notwendig. Dafür braucht es einen europäischen Rahmen, der über das hinausgeht, was Rat und Parlament im letzten Herbst beschlossen haben.“







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