Dritter bevorstehender „Schweinestau“ wegen Gasknappheit – Statement von PETA: Sofort Besamungsstopp verhängen!

22.09.22
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Bewegungen, TopNews 

 

Von PETA

Wegen der Energiekrise droht der Schweineindustrie im Winter die nächste Tierschutzkatastrophe. Besonders in der Fleischindustrie wird viel Erdgas benötigt. In der Schweinehaltung wird das knappe Gut vor allem zum Heizen der Ställe eingesetzt. Doch auch der durch die Gasknappheit ausgelöste CO2-Mangel führt zu Problemen. Mitunter wird Kohlendioxid als qualvolle Betäubungsmethode bei Schweinen eingesetzt. Die absehbaren Folgen der Gaskrise sind erneute „Schweinestaus“ in den Schlachtfabriken. Neben der Afrikanischen Schweinepest und Exportrückgängen bedeutet dies eine Verschärfung der bestehenden Tierschutzkrise in den ohnehin überfüllten Ställen – gleichzeitig werden konstant Schweine nachgezüchtet. Daniel Cox, Leiter des Kampagnenteams bei PETA, kommentiert:

„Afrikanische Schweinepest, pandemiebedingter Exportrückgang, zunehmende gesellschaftliche Ablehnung und jetzt noch Gasknappheit – aktuell sehen wir dabei zu, wie die Tierindustrie sehenden Auges in die nächste Tierschutzkatastrophe hineinrennt. Während des ersten Corona-Lockdowns wurde klar, dass ein System, das ad hoc produziert, bereits bei der kleinsten Störung in sich zusammenbricht – immer zulasten der Tiere. Pandemiebedingte Betriebsschließungen und Nachfragerückgänge führten unter anderem zum ersten ‚Schweinestau‘. In den maßlos überfüllten Ställen brach teilweise buchstäblich der Boden unter den überschweren Tieren zusammen. Die Folge waren massive Verstöße gegen den Tierschutz. In den verdreckten und engen Buchten entwickelten die Tiere häufig Verhaltensstörungen. Die dauergestressten Schweine gerieten häufiger in Rangkämpfe und verletzten sich selbst oder ihre Artgenossen teils schwer. Wortwörtlich entstand zudem schlechte Luft durch die Überbelegung. Aktuell wiederholen sich diese Horrorzustände aufgrund der Afrikanischen Schweinepest bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. Während die Regierung handlungsunfähig scheint, kündigt sich aufgrund der Gaskrise im Winter bereits der dritte ‚Schweinestau‘ an. Daher fordert PETA den sofortigen Besamungsstopp. Wenn die Schweinebetriebe die Zucht jetzt nicht beenden, müssen sie mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Sie steuern wissentlich in die nächste Tierschutzkatastrophe hinein. Die Regierung muss das Bankrott-System ‚Schweinehaltung‘ endlich abschaffen. Wir fordern von der Politik, Tierbestände mit einer Ausstiegsprämie für Landwirtinnen und Landwirte abzubauen und veganen Ökolandbau zu fördern.“







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