66. Jahrestagung des Deutschen Forstvereins

22.05.13
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Sachsen-Anhalt, News 

 

von Deutscher Forstverein

Größtes Forstexperten-Treffen vom 29.5.-2.6.13 in Wernigerode


Schwerpunkt-Themen:
Energiewende, Klimawandel und ländlicher Raum
Informationen rund um den Wald in der Innen- stadt Wernigerode

Wernigerode /Göttingen:
Vom 29.5. bis 2.6.2013 lädt der Deutsche Forstverein (DVF) zu seiner 66. Jahrestagung in Wernigerode ein. Es werden knapp 1.000 Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwar- tet. Unter dem Motto „Wir halten nach!“ diskutieren Forstleute und Waldbesitzer im Ju- biläumsjahr „300 Jahre Nachhaltigkeit“

  • Energiewende und Klimawandel

Der Klimawandel ändert die Lebendbedingungen für den Wald. Dabei wirken unterschied- liche Einflussgrößen auf die Bäume. Die Auswahl der zukünftigen Baumarten ist ent- scheidend, um dem Klimawandel Stand zu halten und den Wald in dauerhaft zu sichern. Welche Rolle spielen heimische Baumarten wie Buche, Eiche, Fichte und Kiefer oder auch Baumarten wie Douglasie und Roteiche in den Wäldern von morgen? Der Klimawan- del verändert den Wald in Deutschland, gleichzeitig nehmen die Restriktionen im Natur- schutz zu. Dabei stellen sich die Forstfachleute die provokante Frage, ob fundiertes Fachwissen oder eher politisches Kalkül den integrierten Waldschutz beeinflusst.

  •  Windkraft im Wald

Die Energiewende ist ein weiteres wichtiges Thema der Tagung, denn der Bau von Windrädern sowie der Netzausbau betreffen zunehmend auch Waldflächen. Zum Schutz der Wälder sind Kriterien notwendig, die eine sachgerechte Abwägung für die Standorte ermöglichen. Welche ökonomischen Erträge können die Forstbetriebe aus der Energie- wende erzielen?

  •  Fehlende ökonomische Konzepte für den ländlichen Raum

Der ländliche Raum stellt die Bundes- und Landespolitik zunehmend vor neue Herausfor- derungen. Welche Zwänge entstehen auf Länderebene durch den Trend zur Urbanität und demographischen Wandel? Noch fehlen politische Konzepte, um der Landflucht ent- gegenzuwirken. Welchen Stellenwert hat der Forst- und Holzsektor neben der Landwirt- schaft und dem Tourismus, als wichtiger ökonomischer Standortfaktor im ländlichen Raum? Wie sollen die Infrastruktur und die „gleichwertigen Lebensbedingungen“ gesichert werden?

  •  Schutz und Nutzung im Wald im Zeichen der Nachhaltigkeit

Selbstkritisch setzt sich die Forstbranche mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. So werden die aktuelle Umsetzungspraxis diskutiert und die Rolle Hans Carl von Carlo- witz und sein Werk »Sylvicultura Oeconomica« beleuchtet. Es geht um die Fragen, wie eine ökologische Waldbewirtschaftung (Waldbau) aussehen kann, und was zu tun ist, um die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen zu erfüllen, wie die Folgen der Energie- wende bewältigt oder wie mit segregativen oder integrativen Maßnahmen dem Natur- schutz im Wald Rechnung getragen werden soll. Da der Wald seit jeher eine große soziale Bedeutung für den Menschen hat, sollen auf der Tagung Denkanstöße gegeben werden, wie der ethische Umgang mit dem Wald mit den Schutz- und Nutzfunktionen erfolgen kann.

  •  Exkursionen und Begleitprogramm

Neben den Diskussionsforen führen über 30 teils mehrtägige Exkursionen in die Wälder des Harzes und Sachsen-Anhalts sowie in die benachbarten Bundesländer Niedersachs- en und Thüringen. Ein Begleitprogramm bietet Bürgerinnen und Bürgern aus Wernigerode und Umgebung die Möglichkeit, mehr über den Wald, die Arbeit der Försterinnen und Förster und den natürlichen Rohstoff Holz zu erfahren.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.wernigerode2013.de

TERMINHINWEISE

Donnerstag, 30.05.2013, 9:30 Uhr
Pressegespräch Rathaus Wernigerode mit Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins und Peter Gaffert Oberbürgermeister der Stadt Wernigerode. Anschließend Eröffnung des 11. Wernigeröder Umweltmarktes, der in diesem Jahr ganz im Zeichen Wald und Forstwirtschaft steht.

Donnerstag, 30.05.2013, 19:30 Uhr
Pflanzung Baum des Jahres im Lustgarten Wernigerode mit Staatssekretärin Anne-Marie Keding, Oberbürgermeister Peter Gaffert und DFV Präsident Carsten Wilke.

Freitag, 31.05.2013, 10:00 Uhr
Festversammlung des Deutschen Forstvereins im Harzer Kultur- und Kongresshotelu.a. mit Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundes- regierung. Anschließend zahlreiche Exkursionen in die Umgebung.    

Der Deutsche Forstverein ist die älteste Interessenvertretung für Wald und Forstwirt- schaft in Deutschland und hat sich zur Aufgabe gemacht, die Zusammenhänge rund um den Wald zu hinterfragen und Denkmodelle für eine gemeinsame Zukunft von Mensch und Wald zu erarbeiten.                               


VON: DEUTSCHER FORSTVEREIN






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