Demonstration in Berlin: Wir haben es satt!


Wir haben es satt!

20.01.12
UmweltUmwelt, Bewegungen, Berlin 

 

von Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e.V.

Auch der BBU ruft zur Teilnahme auf


Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ruft ebenso wie viele Initiativen und Verbände für Samstag (21. Januar) zur Teilnahme an einer Demonstration in Berlin auf, die sich gegen die herrschende Landwirtschaftspolitik richtet.

Die Demonstration, die unter dem Motto "Wir haben es satt!" steht, beginnt um 11.30 Uhr am Berliner Hauptbahnhof (Washingtonplatz). Gemeinsam soll gegen Dioxinskandale, Gentechnik im Essen und Tierleid in Megaställen protestiert werden. Ausführliche Informationen zum Ablauf der Demonstration gibt es im Internet unter www.wir-haben-es-satt.de

Für den BBU ist aus Gründen des Umwelt- und Naturschutzes, sowie aus Gründen des Gesundheitsschutzes, der ökologische Landbau extrem wichtig. Massentierhaltungsbetriebe lehnt der BBU generell ab und er setzt sich für ein Moratorium beim Bau neuer Biogasanlagen ein. Die Entwicklung der Bio-Gas-Anlagen, die nach Auffassung des BBU besser Agro-Gas-Anlagen genannt werden sollten, hat zu einem katastrophalen Wildwuchs geführt: Die Maismonokulturen breiten sich aus, es werden Anlagen erstellt, die ihre  Eingangsstoffe aus immer weiteren Entfernungen beziehen, der Stand der Technik ist nicht fixiert worden und Fragen der Sicherheit der Anlagen bleiben unbeantwortet.

Der BBU kritisiert, dass zur Erzielung von Gewinnen Banken und Investmentunternehmen sogar auf Lebensmittel wetten. Millionen von Menschen sind nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt und leiden täglich Hunger. Die Spekulationen treiben die Lebensmittelpreise zusätzlich künstlich in die Höhe. Die Spekulation auf Lebensmittel und Rohstoffe lehnt der BBU ab.

Zur Produktion von Lebensmitteln werden Naturressourcen wie Boden und Wasser sowie menschliche Arbeit eingesetzt.  Die Herstellung von Nahrungsmitteln hat sich seit Jahren schon von ihren natürlichen und ökologischen Grundlagen entfernt. Stattdessen erfolgt eine industrielle Produktion von ihren Grundstoffen, von Futtermitteln und völlig widernatürlich auch von Tieren. Diese Produktionen und die Möglichkeit, sie zum Gegenstand der Spekulation von Investoren und Banken zu machen, müssen schnellstens beendet werden.

"Eine neue Landwirtschaftspolitik ergibt sich nicht von alleine. Notwendig sind der Protest auf der Straße und ein bewusstes Kaufverhalten. Und wichtig ist auch das Engagement mit Gleichgesinnten in Bürgerinitiativen und Umweltverbänden", so Udo Buchholz vom BBU-Vorstand.

www.bbu-online.de

 

 


VON: BBU






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