Fahrverbote durchsetzen!


Bildmontage: HF

11.01.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, Baden-Württemberg 

 

ROBIN WOOD unterstützt heutige Demo am Neckartor in Stuttgart

Mit einem Dutzend Riesenwürfeln wird die Umweltorganisation ROBIN WOOD gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Bürgerinitiativen und Umweltverbänden heute Abend an der Hauptverkehrsstraße B 14 in der Stuttgarter Innenstadt die Durchsetzung von Fahrverboten für den motorisierten Individualverkehr fordern.

Die Demonstration steht unter dem Motto: „Wir fangen an. Gesundheit schützen. Fahrverbote durchsetzen. 13 Jahre ununterbrochene, gesetzeswidrige, behördlich geduldete und politisch geförderte Vergiftung aus dem Auspuff sind genug!“

ROBIN WOOD fordert eine ökologische Mobilitätswende und Fahrverbote als Sofortmaßnahme, um Menschen vor den krank machenden Schadstoffen aus dem Verkehr zu schützen.

Feinstaub und Stickoxide aus Autoabgasen machen Stuttgart seit Jahren zur Stadt mit der dreckigsten Luft in Deutschland.  Stuttgart ist deutschlandweit Spitzenreiter bei der Überschreitung der Grenzwerte für Luftschadstoffe.

„Wir sind gezwungen, diese krank machende Luft einzuatmen. Das ist unzumutbar. Es ist Aufgabe von Politik und Behörden, den Rechtsbruch zu stoppen und uns zu schützen. Das geschieht bislang aber nicht. Deshalb müssen wir selbst aktiv werden, um unser Recht auf körperliche Unversehrtheit durchzusetzen“, sagt Eberhard Linckh von ROBIN WOOD Stuttgart.

„Mit dem Rauchen kann man aufhören. Atmen muss man. Und wenn mit jedem Atemzug ultrafeine Staubpartikel oder Schadstoffteilchen in die Lunge dringen, sind Tau­sende Menschen bedroht. Die Politik entscheidet beim Bauen, beim Verkehr, bei der Bildung und in der Wirtschaft über die Gesundheit der Menschen“, sagt die Ärztin Dr. Angelika Linckh, die heute auf der Kundgebung sprechen wird.

Stuttgart – Heimat der Automobilkonzerne Daimler und Porsche – wird seit den 60er Jahren von der Hauptverkehrsschneise B 14 durchschnitten.

„Stuttgart steht für den städtebaulichen Dinosaurier einer ‚autogerechten Stadt‘“, sagt Monika Lege, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin.

„Deswegen ist es so wichtig, gerade hier für weniger Autos und ‚weniger Auto‘ zu demonstrieren. Die Luft wird sofort besser, wenn wir weniger fahren und PS-Boliden abrüsten.“

Für die Stuttgarter ROBIN WOOD-Gruppe ergänzt Eberhard Linckh: „Wir brauchen entschlossenes Handeln vieler Einzelner, damit Gesundheit vor Profit geht.“

 







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