Kreativer Klimaprotest in Corona-Zeiten


Bildmontage: HF

07.04.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von Robin Wood

ROBIN WOOD-Aktive demonstrieren zum Weltgesundheitstag on- und offline für den klimafreundlichen Umbau der Gesellschaft

Zum heutigen Weltgesundheitstag machen ROBIN WOOD-Umweltaktivist*innen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mit kreativen Mitteln auf die drohenden Folgen der Klimakatastrophe aufmerksam. Die Aktivist*innen hängten an verschiedenen Orten Plakate auf, die gemeinsam den Satz ergeben: „Corona ist nur ein Vorgeschmack auf die Klimakrise“. Die Aktion dokumentierten sie per Video (https://bit.ly/2Xhjdme), das sie auf den social media-Kanälen von ROBIN WOOD verbreiten. ROBIN WOOD fordert, mit den Milliarden an öffentlichen Geldern zur Bewältigung der Corona-Krise die Gesellschaft konsequent sozial-ökologisch umzugestalten.

Die Corona-Krise verdrängt zurzeit alle anderen Themen von der politischen Agenda und aus den Medien. Massive politische Eingriffe in die Grundrechte sowie in die Wirtschaft werden derzeit – schnell und weitgehend ohne Debatte – umgesetzt, um die Pandemie aufzuhalten. Jeden Tag sterben Menschen an Covid19. Daher leuchtet es ein, dass die Gesellschaft Einschränkungen in Kauf nimmt.

Im Kontrast dazu tritt besonders deutlich hervor, wie wenig die Regierungen bisher gegen die Klimakrise getan haben. Dabei ist der Klimawandel eine globale Gefahr mit ebenfalls tödlichen Folgen. Die internationale Klimaforschung hat erdrückende Belege dafür, welche verheerenden Folgen ein weiterer globaler Temperaturanstieg, insbesondere für die Menschen des globalen Südens, haben wird. Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürren und Überschwemmungen rauben schon jetzt Millionen Menschen ihre Existenzgrundlage, und werden weiter zunehmen.

Daher muss jetzt verhindert werden, dass nach der Corona-Krise für Unternehmen, etwa aus der Automobil- und Energiebranche, Umweltauflagen gelockert werden, um den Aufschwung zu fördern – und damit das Wachstum ausgerechnet der fossilen Branchen anzukurbeln, die am stärksten zur Klimakatastrophe beitragen.

Stattdessen sollte die Gesellschaft aus der Pandemie- und der Klimakrise lernen: Machbar und nötig sind insbesondere eine Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien, der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und aufs Rad, die Verlagerung von Flügen bis 1.000 Kilometer auf die Schiene und Verkehrsvermeidung, etwa durch regionale Produktion von Lebensmitteln. Zudem muss – auch mit Blick auf den Artenschutz und die Vorbeugung weiterer Pandemien – die Zerstörung von Wäldern gestoppt werden.

„Gegen den Klimawandel muss die Welt zusammenhalten wie gegen die Corona-Pandemie“, fordert Sylvester Kaben von ROBIN WOOD Berlin. „Bei der Klimakrise gibt es keine Herdenimmunität, aber es gibt wirksame Gegenmittel: den radikalen Umstieg auf eine klimafreundliche Energieversorgung, Ernährung und Mobilität.“








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