Polen stimmt für Pelzfarmverbot: PETA hofft auf baldiges Ende der Tierqualbetriebe

19.09.20
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Internationales, TopNews 

 

Von PETA

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag stimmte das Sejm – das Abgeordnetenhaus im polnischen Parlament – mit einer deutlichen Mehrheit von 365 gegen 75 Stimmen für eine Änderung des Tierschutzgesetzes. Damit wird unter anderem auch die Zucht von Tieren auf sogenannten Pelzfarmen untersagt. Das Gesetz – das nach der Abstimmung eine Regierungskrise auslöste – kann erst in Kraft treten, sobald im Senat darüber abgestimmt und es vom Präsidenten unterzeichnet wurde. Johanna Fuoß, PETAs Fachreferentin für Bekleidung und Textil, lobt die wegweisende Entscheidung der Politiker:

„PETA und alle Tierfreunde auf der ganzen Welt freuen sich, dass das Abgeordnetenhaus im polnischen Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine Änderung des Tierschutzgesetzes und somit auch für ein Verbot der Zucht von Tieren auf Pelzfarmen gestimmt hat. Polen ist nach China und Dänemark der drittgrößte Pelzproduzent weltweit. Wenn der Senat nun eine ebenso mitfühlende Entscheidung trifft und der Präsident unterzeichnet, wird künftig Millionen Nerzen, Füchsen und Marderhunden nicht mehr das Fell vom Körper geschnitten, nachdem sie monatelang gezwungen waren, in winzigen und völlig verdreckten Drahtgitterkäfigen auszuharren. Hinzu kommt, dass Pelzfarmen wahre Brutstätten für Krankheitserreger sind – und COVID-19 konnte sich bereits in mehreren Ländern massiv auf Nerzfarmen verbreiten. Die Entscheidung der Abgeordneten wird somit sowohl Tier- als auch Menschenleben retten.“







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