Agrarministerkonferenz 2019: VIER PFOTEN fordert bundesweites Exportverbot von Lebendtieren in Nicht-EU-Länder


Foto: Christopher Koch / Vier Pfoten

12.04.19
UmweltUmwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von Vier Pfoten

Mit der Botschaft „Stoppt Tiertransporte“ auf einer 24 Quadratmeter großen Plakatwand und lebensgroßen Kuh-Aufstellern hat die internationale Tierschutzstiftung heute vor der Agrarministerkonferenz (AMK) in Landau in der Pfalz gegen qualvolle Lebendtiertransporte protestiert. Bislang werden Tiere, häufig tragende Zuchtrinder, über Tausende Kilometer in Drittländer transportiert, in denen es keine Tierschutzstandards gibt, die mit denjenigen der EU vergleichbar sind. VIER PFOTEN kritisiert nicht nur die tierschutzwidrigen Zustände der Zielländer, sondern auch die qualvollen Transportbedingungen der Tiere. Vor der Agrarministerkonferenz forderte die Tierschutzstiftung erneut mit Nachdruck ein bundesweites Exportverbot von Lebendtieren in außereuropäische Staaten ohne ausreichende Tierschutzstandards und eine Begrenzung der maximalen Transportzeit auf acht Stunden.

„Die Tierschutzstandards in vielen Drittländern sind oft nicht existent und in jedem Fall nicht mit den Standards innerhalb der EU vergleichbar. Allein der Langstreckentransport ist eine Tortur für jedes Tier. Endlich im Zielland angekommen, erwartet sie dann noch ein oft qualvoller Tod. Immer mehr AmtsveterinärInnen und Länder wollen dieses Tierleid auch nicht indirekt mitverantworten. Schleswig-Holstein, Hessen und Bayern haben durch ihre Export-Verbote in Drittländer einen wichtigen ersten Vorstoß geleistet. Doch letztendlich kann nur die Bundesregierung eine Lösung herbeiführen“, so Rüdiger Jürgensen, Country Director bei VIER PFOTEN Deutschland.

VIER PFOTEN – Forderungen an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: Ein bundesweites Verbot von Langstreckentransporten lebender Tiere in Länder außerhalb der EU

  • Die Auflösung aller bestehender Abkommen zum Export lebender Tiere in Drittländer
  • Eine Begrenzung der Transportdauer lebender Tiere auf maximal acht Stunden
  • Schlachtung von Tieren am nächstgelegenen, geeigneten Schlachthof
  • Mehr unangekündigte Kontrollen und schärfere Sanktionen bei Verstößen
  • Transport von Fleisch anstelle von Schlachttieren
  • Umsetzung von Alternativen zum Zuchttiertransport, wie etwa Samen-Transfer

 

Weitere Informationen zum Thema Tiertransporte sowie unsere Forderungen finden Sie hier: www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/tiertransporte/tiertransporte-in-deutschland
 

 

 

 







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