„Ahauser Erklärung“: Schon über 10.000 Unterschriften


Bildmontage: HF

24.03.19
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

BBU unterstützt Atommüll-Protest

Von BBU

Schon mehr als 10.000 Menschen aus Ahaus und dem Münsterland, aber auch aus anderen Regionen, sowie über 40 Organisationen, haben bereits die „Ahauser Erklärung“ unterschrieben.

Die Erklärung richtet sich u. a. gegen den drohenden Transport weiterer Castor-Atommüllbehälter nach Ahaus und gegen die Entfristung der Genehmigungsdauer für die Lagerung von schwach- und mittelaktivem Abfall in Ahaus. Noch bis Ende März 2019 können Privatpersonen und Organisationen die Ahauser Erklärung unterschreiben. In einer Pressemittelung der Bürgerinitiative (BI) „Kein Atommüll in Ahaus“ heißt es dazu: „Wir werden noch alle Unterschriften bis zum Ende des Monats berücksichtigen, und dann die Aktion beenden“, so der BI-Vorsitzende Heiner Möllers - Verbunden mit einem Dank an alle Unterzeichner und der Bitte an alle Helfer um die Einsammlung bzw. Rückgabe aller Listen.“

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), in dem auch die Ahauser Bürgerinitiative organisiert ist, hat ebenfalls die „Ahauser Erklärung“ unterschrieben und ruft auch weiterhin dazu auf, die Erklärung zu unterschreiben. Die Erklärung kann direkt im Internet unterschrieben werden oder herkömmlich auf Unterschriftenlisten. Mehr dazu unter https://ahauser-erklaerung.de.

Erschreckende Atommüllsituation in Ahaus

In der „Ahauser Erklärung“ wird die erschreckende Atommüllsituation in Ahaus beschrieben: „In Ahaus existiert seit 1990 ein Atommüll-Lager. Es ist genehmigt als Zwischenlager, in dem radioaktive Abfälle befristet gelagert werden dürfen: Schwach- und mittelaktive Abfälle bis 2020, hochradioaktiver Müll bis 2036. Nun aber zeigt sich, dass Versprechungen der Politik nicht eingehalten werden sollen: Der hochaktive Müll soll noch Jahrzehnte hier verbleiben, der schwachaktive Müll sogar völlig ohne zeitliche Begrenzung. Ahaus würde damit faktisch zu einem Endlager. Darüber hinaus sollen ab 2019 erneut große Mengen hochradioaktiven Mülls nach Ahaus gebracht werden: Hochangereichertes waffenfähiges Material aus Garching bei München und 152 Castor-Transporte mit Brennelementen aus Jülich!“

Den vollständigen Text der Ahauser Erklärung findet man unter
https://ahauser-erklaerung.de. Weitere Informationen zum
Atommüllstandort Ahaus unter https://www.bi-ahaus.de sowie unter
https://atommuell-protest.de Postanschrift der Ahauser Bürgerinitiative:
Bahnhofstr. 27, 48683 Ahaus.

Am 9. März 2019, wenige Tage vor dem 8. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, haben rund 1400 Menschen in Ahaus gegen die drohenden Castor-Atommülltransporte nach Ahaus und für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen demonstriert. Bei der Abschlusskundgebung betonte BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz, dass es gelingen wird, „den nuklearen Wahnsinn zu stoppen. In Ahaus, in Gronau, in Lingen, in Almelo und anderswo. Es darf kein weiterer Atommüll produziert werden – jegliche Atommüllproduktion muss gestoppt werden. Sofort und weltweit!“







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