Sonntag: Nikolaus-Mahnwache nach erneuten Pannen in der Gronauer Uranfabrik

04.12.09
UmweltUmwelt, NRW, Bewegungen, TopNews 

 

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau fordert die sofortige und endgültige Stilllegung der Gro­nauer Urananreicherungsanlage (UAA)

Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ruft zur Teilnahme an einer Nikolaus-Mahnwache am Sonntag (6. Dezember) vor der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau (Röntgenstraße) auf. Anlaß der Protestaktion sind zwei meldepflichtige Vorkommnisse, die sich im November auf dem UAA-Gelände ereignet haben. Es gab ein Vorkommnis bei Schweißarbeiten und ein Arbeiter hatte sich beim unsachgemäßen Umgang mit Stark­strom die Hände verbrannt. Die Mahnwache soll eine halbe Stunde dauern. Beginn ist um 14.30 Uhr.

Der AKU Gronau ist besorgt über die vielfältigen Pannen, auch in der Vergangenheit, bei der Gronauer Uranfabrik. Die AKU-Mitglieder fragen sich: Wenn beim Ausbau der Uranfabrik schon nicht sorgfältig mit Stark­strom umgegangen wird, wie soll dann die Sicherheit der Bevölkerung beim Umgang mit Uranver­bindungen in der Gronauer Uranfabrik gewährleistet werden? Für den Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ist völlig klar, dass die sofortige und endgültige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik dringend erforderlich ist. „Ein Störfall mit Uranfreisetzungen kann zukünftig nicht ausgeschlossen werden, und für den Atommüll gibt es weltweit kein sicheres Endlager“, so ein Sprecher des AKU.

Die Kapazität der Uranfabrik in Gronau wird derzeit auf 4500 Tonnen Urantrennar­beit pro Jahr erweitert. Damit könnten rund 35 Atomkraftwerke mit Uran versorgt werden. Außer­dem soll in Gronau ab 2011 ein sogenanntes Zwischenlager für rund 60.000 Tonnen Uranoxid gebaut wer­den. Der Arbeitskreis Umwelt und andere Bürgerinitiativen fürchten, dass das Lager zum heimli­chen Endlager werden würde, sollte es gebaut werden. Die Baugenehmigung wurde bereits 2005 unter der damaligen rot-grünen Landesregierung in NRW erteilt. Immer wieder gab und gibt es Proteste gegen den Betrieb und Ausbau der Uranfabrik, gegen das drohende Uranmülllager und gegen die ständigen Urantransporte von und nach Gronau.

Der AKU Gronau weist darauf hin, dass es während der Mahnwache kleine Nikolausüberraschungen für alle braven AtomkraftgegnerInnen geben wird.

Wohlwollende Nikolausspenden für den weiteren Widerstand gegen die Gronauer Urananreicherungsanlage werden auf folgendes Konto erbeten:

AKU Gronau, Volksbank Gronau,  BLZ: 401 640 24, Konto: 110 551 700.







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