BBU zum Weltwassertag: Nitratbelastungen, Pestzideinträge und Mikroschadstoffe eindämmen


22.03.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von BBU

Anlässlich des diesjährigen Weltwassertages (22. März) fordert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) von der neuen Bundesregierung mit Nachdruck verstärkte Schutzmaßnahmen für das Grundwasser sowie für Oberflächengewässer wie Bäche und Flüsse.

Nitratbelastungen, Pestizideinträge und die Gefahren der Mikroschadstoffe und von Mikroplastik müssen eingedämmt werden.

Mit seinen Forderungen richtet der BBU das Augenmerk auf die Landwirtschaftspolitik, die nach wie vor die Massentierhaltung mit der damit verbundenen intensiven Gülleausbringung fördert. Und auf die Produktion von Kosmetika, Haushaltschemikalien und anderen Produkten, deren Auswirkungen letztlich nicht nur die Gewässer, sondern die gesamte Umwelt und die Gesundheit der Bevölkerung belasten.

Udo Buchholz vom BBU-Vorstand fordert, dass schon bei der Produktion darauf geachtet werden muss, dass am Ende keine Mikroschadstoffe die Flüsse belasten. „Kurzfristig halte ich zudem bei den kommunalen Kläranlagen die Vierten Reinigungsstufen für dringend erforderlich, um die Belastungen der Gewässer mit Mikroschadstoffen zu reduzieren“, betont Buchholz. Gleichzeitig weist er allerdings darauf hin, dass die Produktion der Filtermaterialien nicht zur weiteren Belastung von Gewässern, z. B. in Indien oder China führen darf. „Weiterhin benötigen wir schnellstens eine neue Landwirtschaftspolitik, die der Massentierhaltung sowie Glyphosat und anderen umstrittenen Stoffen eine Abfuhrt erteilt“, so Buchholz.

Der BBU bekräftigt zum Weltwassertag, dass die Industrie und die Politik endlich Verantwortung übernehmen muss. Bei der Beschaffung von Rohstoffen, Grundchemikalien und Pharmawirkstoffen darf nicht allein der Preis zählen. Öko- und Sozialdumping darf für Industrieunternehmen nicht die Basis für die Einkaufspolitik darstellen.

Fracking international verbieten

Im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz bewegt den BBU auch weiterhin das Thema Fracking. Mit Blick auf mögliche Verunreinigungen des Grund- und Trinkwassers warnt der Verband nach wie vor den Gefahren des Fracking.

Der BBU fordert ein ausnahmsloses Fracking-Verbot. Auch international lehnt der BBU Fracking ab.

Der BBU, in dem zahlreiche Bürgerinitiativen organisiert sind, ruft die Bevölkerung auf, sich für den Schutz von Flüssen und anderen Gewässern zu engagieren. Als Möglichkeit dazu empfiehlt der BBU das Engagement in Umweltschutz-Bürgerinitiativen. Sie können sich in den Kommunen z. B. für eine Optimierung der Kläranlagen oder zum Erhalt von Flussauen einsetzen. Der BBU ist gerne bei der Gründung von weiteren Bürgerinitiativen behilflich.

Weitere Informationen:

http://www.akwasser.de

http://www.vsr-gewässerschutz.de <http://www.vsr-gew%C3%A4sserschutz.de>

http://www.gegen-gasbohren.de

http://bbu-online.de

http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/binnengewaesser/gewaesserschutzpolitik/international/weltwassertag







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz