Storck und Interkom: Flächenfraß stoppen!

01.09.20
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Von DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh und DIE LINKE. Basisgruppe Halle/Westf.

Es scheint, als seien alle Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte ebenso wie die Erfahrungen der letzten Jahre an den Verantwortlichen abgeprallt. Sie setzen unbeirrt auf Wachstum, ohne die sozialen und ökologischen Folgen angemessen zu berücksichtigen. Die Basisgruppe DIE LINKE in Halle/Westfalen und der Kreisverband Gütersloh der LINKEN fordern nicht nur einen Stopp der Erweiterung für Storck, sondern auch für das Interkom-Gewerbegebiet in Versmold und Borgholzhausen.

Dazu Uschi Kappeler aus Versmold, Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh: „Bevor derartige Vorhaben genehmigt werden, sollten einige grundlegende Fragen öffentlich diskutiert werden. Besteht ein Mangel an den Produkten oder Dienstleistungen, die von den betroffenen Firmen angeboten werden? Sind Produktion, Produkte oder Dienstleistung sozial und ökologisch nachhaltig und damit zukunftsfähig? Das geht von der Förderung der benötigten Ressourcen, über Produktion und Logistik bis hin zur Entsorgung von Abfällen. Die folgenden Fragen betreffen den Status der Beschäftigten. Sind alle bei dem Unternehmen direkt und unbefristet angestellt? Werden sie nach Tarif bezahlt? Können die Beschäftigten ihre Rechte unbehindert wahrnehmen?“

Dirk Steinberger von der Basisgruppe der LINKEN in Halle verweist auf den Flächen- und Wasserverbrauch: “Die August Storck KG beabsichtigt ihr Firmengelände zu erweitern und erheblich mehr Grundwasser zu entnehmen. Der Flächenverbrauch ist weiterhin viel zu groß. Halle ist hier im besonderen Maß betroffen. Mit der geplanten Erweiterung verlieren wir zudem einen der wenigen Zugänge zur Naherholung. Die Problematik der überspannten Grundwassernutzung ist nicht weniger dramatisch. Bereits beim Bau des Klärwerkes hat sich die Storck KG gegen eine Rückleitung des geklärten Wassers entschieden. Es war einfach billiger Grundwasser zu fördern. Unser Grundwasser kann aber nicht als Wettbewerbsvorteil auf dem Süßwarenmarkt herhalten. Auch das Arbeitsplatz- und Steuerargument lassen wir nicht gelten. Arbeitsplätze, die hier eventuell entstehen gehen anderswo verloren. Genauso verhält es sich mit den Steuereinnahmen. Wir sind gegen diese „Logik“ des Standortwettbewerbes. Unserer Meinung nach sollte möglichst verbrauchernah produziert und die Transporte weitestgehend über die Bahn abgewickelt werden. In der Schweiz zum Beispiel werden auch Kühl- und Frischwaren auf dem Schienenwege umgeschlagen.“

Wer ein Zeichen gegen die Einfalt der Haller Parteienlandschaft setzen möchte, erreicht die Basisgruppe  DIE LINKE Halle/Westf. unter  Tel.: 0157-37295627 oder bghalle.westf@die-linke-guetersloh.de

 







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