Zur Situation im Einzelhandel

26.03.20
WirtschaftWirtschaft, Soziales, Politik, News 

 

Der Einzelhandel ist gegenwärtig stark von der Corona-Krise betroffen. Darunter dürfen die Beschäftigten nicht leiden. Bernd Riexinger, Vorsitzender der Partei DIE LINKE, dazu:

Seit Tagen werden überall die Angestellten im Einzelhandel in höchsten Tönen gelobt. Es ist schön, dass Ihnen jetzt Respekt entgegengebracht wird. Aber der muss sich jetzt in besserer Bezahlung niederschlagen. Einmalzahlungen in der Krise sind da ein gutes Zeichen, aber damit kann es nicht getan sein.

Ganz konkret muss jetzt die Tarifbindung im Einzelhandel verbessert werden. Nur etwa ein Drittel der Beschäftigten profitieren von tarifvertraglichen Regelungen. Alle anderen verdienen häufig noch weniger als tariflich geregelt ist oder müssen schlechtere Arbeitsbedingungen ertragen.

Der HDE Einzelhandelsverband muss sofort seinen Widerstand gegen die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge aufgeben. Außerdem muss die Bundesregierung die Möglichkeit zur Allgemeinverbindlichkeit erheblich vereinfachen.

Denn neben den vielen Menschen, die gerade durch ihre Arbeit im Lebensmittelhandel uns alle trotz Krise weiter versorgen, gibt es auch noch die zahlreichen Angestellten, die in Kleidungsgeschäften, Kaufhäusern und Spezialgeschäften arbeiten. Auch ihre Löhne sind zu niedrig und sie kommen jetzt mit dem Kurzarbeitergeld in echte finanzielle Bedrängnis. Denn ohne zusätzliche tarifliche Vereinbarungen stehen sie mit 60 oder 67 Prozent ihres Gehaltes da. Viele werden damit nicht über die Runden kommen.







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