Der Transformationsprozess der deutschen Bundeswehr und die Rolle der deutschen Industrie - in der europäischen imperialistischen Metropole Bundesrepublik Deutschland.


01.06.09
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Imperialistische Eroberungs- und Vernichtungskriege im Kapital- und Profitinteresse der Bourgeoisien und deren gesellschaftspolitischen Administrationen werden (weltweit) vorbereitet!

Von Reinhold Schramm

Ein Quellenauszug (stets im Kontext prüfen):
"Seit 1960 hat die Bundeswehr weltweit an etwa 140 humanitären Einsätzen teilgenommen, und seit 1992 ist sie in zunehmendem Maße an internationalen Einsätzen zur Sicherung und Wiederherstellung des Friedens beteiligt." -
Die "Netzwerkbasierte Operationsführung" - "Network Centric Warfare (NCW) als Kernelement des Transformationsprozesses wird von den US-Streitkräften als Schlüssel zum raschen militärischen Erfolg im Krieg in Afghanistan (OEF) und im Irak-Krieg (OIF) bewertet." Die "Netzwerkbasierte Operationsführung" ist ein "revolutionäres Konzept, das darauf basiert, durch die Nutzung technischer Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik entscheidende Erfolge schneller und mit weniger eigenen Verlusten zu erreichen." - "Als maßgebliche Erfolgsfaktoren werden schnell ablaufende Operationen ermöglicht und Bekämpfungszyklen wesentlich verkürzt. So kann die Effektivität von Waffensystemen im Verbund mit einer optimierten IT-gestützten Aufklärung und Führung deutlich gesteigert werden, so dass sich für die Streitkräfte trotz Investition in moderne IT verringerte Kosten durch die reduziert eingesetzten Bekämpfungssysteme ergeben." (Kostenkalkulation zur Vernichtung des Gegners. R.S.) - Auf diesen Zusammenhang hat der "Fachverband Wehrtechnik" des "ZVEI" hingewiesen: "1 EURO in Informations- und Kommunikationstechnologie die gleiche Wirkung hat wie 10 Euro, die in ein Großsystem fließen."(1)

Streitkräfte der Zukunft

"Mit den Verteidigungspolitischen Richtlinien (VPR) vom Mai 2003 und der Weisung zur Weiterentwicklung der Bundeswehr vom 1. Oktober 2003 hat der Verteidigungsminister die Konzeption für den sicherheitspolitischen Transformationsprozess der Bundeswehr vorgegeben:
- Die ausschließlich für die Landesverteidigung vorgehaltenen Fähigkeiten werden im jetzigen Umfang nicht länger benötigt." -
- "Die Teilnahme an multinationalen Einsätzen zur Krisenbewältigung und Konfliktverhütung einschließlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus werden zukünftig Fähigkeiten und Strukturen der Bundeswehr bestimmen."
Zu den unterschiedlichen Einsatzoptionen heißt es u. a.:
"Eingreifkräfte sind vorgesehen für multinationale, streitkräftegemeinsame vernetzte Operationen hoher Intensität. (...)" und "Stabilisierungskräfte sind vorgesehen für streitkräftegemeinsame militärische Operationen niedriger und mittlerer Intensität und längerer Dauer im breiten Spektrum friedensstabilisierender Maßnahmen. Sie müssen fähig sein, sich gegen teilweise militärisch organisierte Gegner sowie asymmetrisch kämpfende Kräfte durchzusetzen. Sie sollen 70.000 Soldatinnen und Soldaten umfassen." - Weiterhin: "Unterstützungskräfte (...). Sie werden in einem Umfang von 147.500 militärisches Personal und zu einem Teil auch zivile Dienstposten umfassen, die funktionell dem Bereich der Unterstützungskräfte zuzuordnen sind." (Kontext: Unter Beachtung der imperialistischen Kapital- Rohstoff- Verwertungsinteressen und im Gesamt-Zusammenhang nachlesen und denken. R.S.)

Zum Konzept der deutschen Bundeswehr im Informationszeitalter des Imperialismus heißt es unter anderem: "Der Schwerpunkt bei der Weiterentwicklung der Bundeswehr wird auf der streitkräftegemeinsamen Vernetzung von Systemen liegen. Ein führungsebenenübergreifender, interoperabler Kommunikations- und Informationsverbund soll die vernetzte Operationsführung ermöglichen." - Beispiel ist der Vernichtungs- und Eroberungskrieg der imperialistischen USA im Irak: "Wie durch die USA im Irak praktiziert, liegt das zentrale Element für die Unterstützung künftiger" -(!)- "militärischer Operationen in einem digitalen, satellitengestützten Führungs-, Aufklärungs- und Datenübertragungssystem, das die enge Vernetzung jedes einzelnen Waffensystems, der Einheiten und Verbände und der dazugehörigen Logistik sowie der Führungsstäbe ermöglicht." (Anm.: - auch Übungsfeld 'Piratenkrieg'. R.S.)
Zum imperialistischen "Fähigkeitsprofil" und den damit verbundenen Industrie- und Profitinteressen, zur "Neuorientierung der Rüstungsbeschaffungen" heißt es unter anderem: Ein Schwerpunkt "für neue Entwicklungen und Beschaffungen" - (aus der Rüstungsindustrie) - "liegt bei den Führungs-, Informations- und Kommunikationssystemen, die die Führung der Streitkräfte weltweit in einem" - imperialistischen - "streitkräftegemeinsamen Ansatz gewährleisten sollen." - "Ein weiterer Schwerpunkt künftiger Entwicklungen und Beschaffungen soll die Fähigkeit zur weltweiten Aufklärung sicherstellen." (Anm.: Zugleich auch eine elementare Voraussetzung für die militärische Niederwerfung und Vernichtung nationaler, sozialer und antiimperialistischer Befreiungsbewegungen. R.S.)

Zu den zukunftsorientierten rüstungsindustriellen Herausforderungen heißt es u. a.: "In der neuen Ausrüstungsplanung (Bundeswehrplan 2005) ist den Elektronik-Themen, wie sie von Mitgliedsfirmen des Fachverbandes Wehrtechnik im ZVEI" - (des "BDI e.V.") - "vorgehalten werden, höchste Priorität zugewiesen. Die Schwerpunkte für neue Entwicklungen und Beschaffungen in der Fähigkeitskategorie 'Führungsfähigkeit' liegen: - beim satellitengestützten Kommunikationssystem SATCOMBw Stufe II, - in der streitkräftegemeinsamen, verbundfähigen Funkgeräteausstattung (Software Defined Radio), - beim neuen Führungsinformationssystem der Streitkräfte und - beim Führungsinformationssystem des Heeres."
Und die Lobbyisten der Rüstungsindustrie hierzu: "Diese Systeme werden die zentralen Bausteine für den künftigen Informations- und Kommunikationsverbund sein, wie er für eine Vernetzte Operationsführung benötigt wird." (- im weltweiten imperialistischen Einsatz!)
Und zu den imperialistischen Herausforderungen in der Gegenwart und Zukunft: "Um diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, ist eine zwischen Bundeswehr und Industrie abgestimmte Konzeptionsarbeit notwendig. Die Gremien des Fachverbandes Wehrtechnik im ZVEI bieten hierfür die geeignete Plattform." - Und: "Dort ist die nationale industrielle Kompetenz für die NCW-relevanten Systeme, Technologien und Prozesse gebündelt und steht für die künftigen Herausforderungen der Streitkräfte auf Abruf bereit."


Quelle: Der "Zentralverband Elektrotechnik Elektronikindustrie e. V. (ZVEI)" im "Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. (BDI)" - Fachverband Wehrtechnik: Der Transformationsprozess der Bundeswehr und die Rolle der Industrie (Datum: 4. Juni 2004):
https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Fachverbaende/Wehrtechnik/Taetigkeitsbericht/Anlage_RS_WT_54_2004_-_Der_Transformationsprozess_der_Bw_und_die_Rolle_der_Indust..pdf
Anm.: Der "ZVEI" hat seinen (Haupt-)Sitz in Frankfurt am Main. -
Im Internet www.wehrtechnik.de
(1) "Kostenvorteile durch verstärkten IT-Einsatz bei der Bundeswehr" - Broschüre des Fachverbandes Wehrtechnik (bereits) vom Januar 2000.







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