Vereinigte Arabische Emirate: Blogger und Kritiker des Jemen-Krieges in Haft


Bildmontage: HF

10.05.19
InternationalesInternationales, Kultur, Bewegungen 

 

Von ROG

Die Nichtregierungsorganisationen Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter (ACAT), Gulf Centre for Human Rights (GCHR), PEN Zentrum Deutschland, Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und Reporter ohne Grenzen (ROG) fordern die Freilassung des gefangenen Menschenrechtsverteidigers und Bloggers Ahmed Mansoor. Seit über zwei Jahren befindet sich Mansoor in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Haft.

Im März trat Ahmed Mansoor in einen Hungerstreik, um gegen die schlechten Haftbedingungen zu protestieren. Er verfügt in seiner Zelle weder über ein Bett noch über Zugang zu Wasser. ACAT, GCHR, PEN, GfbV und ROG sind in großer Sorge um seine Gesundheit und sein Leben. Ende 2018 hatte der Oberste Gerichtshof in Abu Dhabi eine Haftstrafe von 10 Jahren bestätigt.

Ahmed Mansoor engagiert sich für die Organisation GCHR. Vor seiner Festnahme 2017 hatte er die Menschenrechtsverletzungen der von Saudi-Arabien und den Emiraten geführten Kriegskoalition im Jemen kritisiert. Auch hatte er sich für andere Gefangene in seinem Land eingesetzt.

2016 wurde Mansoors iPhone Ziel eines Spionage-Versuchs, dessen Aufdeckung den Apple-Konzern dazu veranlasste, ein Sicherheitsupdate gegen die Schadsoftware „Pegasus“ anzubieten. Nutzerinnen und Nutzer von iPhones können dem mutigen Blogger für seinen Beitrag zur Behebung der Sicherheitslücke dankbar sein.

Die unmenschliche Behandlung des Menschenrechtsverteidigers widerspricht auf eklatante Weise der Selbstdarstellung der Emirate als tolerantes Land anlässlich des Papst-Besuchs im Februar 2019.

Ein Appellbrief zu Gunsten des Gefangenen ist verfügbar unter: www.acat-deutschland.de







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