Imperialismus chinesischer Prägung


Bildmontage: HF

03.06.12
InternationalesInternationales, Wirtschaft, News 

 

von Reinhold Schramm

Chinas Investitionen im Ausland steigen rapide an

In der Europäischen Union nahmen chinesische Investitionen 2011 um 94 Prozent zu, in Afrika 59 Prozent. Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums werden die Direktinvesti-tionen im Ausland (ODI: outbound direct investment) in den kommenden Jahren rapide steigen.

Die Zahlen für Januar bis April 2012 zeigen im Jahresvergleich einen Anstieg um 72,8 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro. Chinas gesamte Direktinvestitionen im Ausland (ODI) betrugen Ende April 2012 etwa 279 Milliarden Euro.

“Verschiedene Faktoren, einschließlich des zunehmend geschätzten Yuan, Chinas beträchtliche Devisenreserven sowie heimischen Unternehmen, die ins Ausland expandieren, sind die treibende Kraft hinter dem schnellen Wachstum“, erklärte Chen Runyun, Wirtschaftsberater in der Abteilung für Auslandsinvestitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Handelsministeriums.

Bis Ende 2010 konzentrierten sich Chinas Auslandsinvestitionen auf die Bereiche Fertigung, Einzelhandel, Großhandel, gewerbliche Dienstleistungen und Bergbau. Chinas Premierminister Wen Jiabao erklärte, dass die Regierung Unternehmen darin bestärken werde, in Schlüsselsektoren in Übersee zu investieren, dort einzukaufen und sich mit diesen Sektoren zusammenzuschließen. Diese ausländischen Schlüsselsektoren umfassen den Energie- und Rohstoffsektor sowie die Landwirtschaft und Fertigung. Dies ist das erste Mal, dass explizit einzelne Sektoren in dem Regierungsbericht genannt werden. (Vgl. CIIC, China Daily)

“Wir werden in Zukunft mehr Investitionen von Privatunternehmen in Übersee beobachten“, sagte Lu Jinyong, Professor an der University of International Business and Economics in Beijing. (Vgl.) [1]
[Bitte CIIC-Bericht vollständig lesen.]

Quelle:
[1] China Daily, China Internet Information Center (CIIC) am 01.06.2012:
»Chinesische Investitionen im Ausland steigen rapide an«

http://german.china.org.cn/business/txt/2012-06/01/content_25541662.htm

Chinamerika-Info.-Empfehlung

»Vierter chinesisch-amerikanischer Strategie- und Wirtschaftsdialog in Beijing fortgesetzt«

04.05.2012, Handelsministerium der Volksrepublik China, siehe:
http://german.mofcom.gov.cn/aarticle/hwberichte/201205/20120508105199.html

»China plädiert für stärkere Koordination mit USA«, 07.05.2012
http://german.mofcomgov.cn/aarticle/hwberichte/201205/20120508108309.html

Nachtrag

„Die fortwährende Umwälzung der Produktion, die ununterbrochene Erschütterung aller gesellschaftlichen Zustände, die ewige Unsicherheit und Bewegung zeichnet die Bourgeoisepoche vor allen anderen aus. Alle festen, eingerosteten Verhältnisse mit ihrem Gefolge von alterwürdigen Vorstellungen und Anschauungen werden aufgelöst, alle neugebildeten veralten, ehe sie verknöchern können. Alles Ständische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht, und die Menschen sind endlich gezwungen, ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehn. - Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muss sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen.“
Vgl. Karl Marx und Friedrich Engels: „Manifest“ (Dez. 1847 - Jan. 1848)

 


VON: REINHOLD SCHRAMM






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