Neuerscheinungen Freizeit

16.09.20
KulturKultur, TopNews 

 

Buchtipps von Michael Lausberg

Buch 1

Roger Crathorne/Matthias Pfannmüller/Boris Schmidt: Der neue Land Rover Defender, Delius Klasing, Bielefeld 2020, ISBN: 978-3-667-11662-8, 68 EURO (D)

Der Land Rover Defender gehört zu den bekanntesten Geländefahrzeugen der Automobilgeschichte. Seine Wurzeln reichen bis in die ersten Nachkriegsjahre. Nun wurde ein neuer Land Rover Defender entwickelt. Dieses Buch erklärt die Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Zukunft und beschreibt Entwicklungsschritte und den Denkprozess hinter dem neuen Auto und seiner Entstehung.

Zuerst liest man ein Interview mit Ralf D. Speth, Vorstandsvorsitzender von Jaguar Land Rover, über die neue Markenphilosophie.

Dann folgt ein Rückblick auf den originalen Land Rover von seiner Entwicklung 1947 und den Phasen der Weiterentwicklung mit vielen historischen Bildern und technischen Daten.

Anschließend wird in einer längeren Darstellung der neue Land Rover Defender und dessen Entwicklung vorgestellt. Der neue Ansatz ist der folgende: Die moderne Welt verlangt zusätzliche Anforderungen. Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit, Effizienz und Emissionen sind heute ebenso entscheidend wie die Kundenerwartung bezüglich Leistung. (…) Den letzten Defender gab es mit nur einem Dieseltriebwerk. Wenn man weiter zurückschaut, gab es selten mehr als zwei, drei Alternativen. 2020 gibt es wesentlich mehr, kann man zwischen vier Aggregaten wählen – und es werden weitere hinzukommen.“ (S. 150)

Die Formfindung der Designabteilung vom Prototyp 2015, Interviews mit führenden Personen und Designern, Einblicke in den Arbeitsprozess, Gestaltung von Cockpit, Kabine und Bauteile werden im Folgenden ebenso vorgestellt wie digitale Neuerungen und das Zubehör. Testprogramme in Schweden, den USA, Afrika unter allen klimatischen Voraussetzungen werden mit Bildern und Text beschrieben. Man erhält Einblicke in die neue Fabrik im slowakischen Nitra, wo der neue Land Rover Defender gebaut wird, und von der Testreihe in Kasachstan. Die offizielle Vorstellung bei der IAA in Frankfurt/Main 2019 bildet den Abschluss. Dabei werden die technischen Daten und offizielle Bilder des Entwicklungsprozesses großformatig quer durch die Kapitel präsentiert.

Der Leser kann sich auf einen ausführlichen Rückblick auf den klassischen Land Rover mit historischen Bildern freuen und gewinnt exklusive Einblicke mit vielen spektakulären Bildern bei den Testreihen und bei der Produktionsphase. Der Unterschied zwischen dem klassischen Land Rover und dem neuen Land Rover Defender werden deutlich, alle technischen Daten dazu werden geliefert. Dass das Buch natürlich auch eine Werbung für Firma und Fahrzeug darstellt, dürfte klar sein. Dies wird jedoch insgesamt übertrieben durch die vielen immer wiederkehrenden Superlative, etwas mehr Sachlichkeit und der Sinn auf das Wesentliche wären angebrachter gewesen.

Buch 2

Pavla Nejezchleba/Florian Amon: Wandern mit Kindern rund um Berlin. 21 kinderwagenfreundliche Touren. Mit Geschichten zum Vorlesen, Via reise tour, Berlin 2020, ISBN: 978-3-945983-80-5, 15,95 EURO (D)

Dieser Wanderführer präsentiert die 21 schönsten kinderwagentauglichen Tagestouren durch Brandenburgs Naturlandschaft. Sie sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Berlin zu erreichen, die Verbindungen sind im Buch angegeben. Als Ergänzung zu den Karten im Buch können die GPS-Tracks kostenlos für alle Touren auf der Homepage des Verlages heruntergeladen werden.

Die Streckenlängen betragen zwischen fünf und vierzehn Kilometern, oft gibt es eine kürzere Variante. Die Laufzeit wird ohne Pausen angegeben.

Die Wanderungen sind in drei Schwierigkeitsgrade eingeteilt, die auf der Begehbarkeit, der Länge und der Steigung basieren. Leichte Routen führen über geteerte Strecken oder befestigte Fußwege und sind auch mit dem Buggy begehbar. Kinder können hier auch Roller fahren. Der mittlere Schwierigkeitsgrad bedeutet, dass es auch mal sandig oder uneben durch Wurzeln sein kann. Herausfordernde Strecken enthalten größere Steigungen. Schwierige Stellen werden in den Tourenbeschreibungen genannt und sind auf den Karten extra eingezeichnet.

Zusätzlich gibt es noch kinderfreundliche Hinweise zu Spielplätzen, Badestellen, Wickelmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Restaurants entlang jeder Strecke.

Auf der vorderen Innenseite findet man eine geografische Karte mit den Zielen und Sehenswürdigkeiten. Auf den ersten Seiten gibt es Informationen zum Aufbau des Buches, die Gehzeit, Tipps zum Wandern, Verpflegung, Ausrüstung, Spielideen für unterwegs, Motivation, GPS-Tracks und zu ÖNVP mit Preisen oder die Anreise mit dem Auto oder dem Fahrrad.

Die Touren sind nach fünf Regionen geordnet: So kann man zum Beispiel in Barnim oder der Uckermark zu jeder Jahreszeit eine Wanderung durch die breite Auenlandschaft des Nationalparks Unteres Odertal machen und die Tier- und Pflanzenwelt der Wasserarme und Feuchtwiesen für sich entdecken. Im Nationalparkhaus in Criewen gibt es eine Ausstellung mit heimischen Fischen und eine Experimentierecke mit Mikroskopen.

Zwischen Oder und Spree kann man durch die abwechslungsreiche Landschaft der Märkischen Schweiz mit einem Abstecher zu einer Badestelle am Großen Klobichsee wandern. Dahme und Spreewald bieten zum Beispiel eine Tour von Lübbenau nach Lehde entlang der Wasserlandschaft des Spreewaldes mit zwei Museen. Im Fläming und Havelland kann man durch Mischwälder, Streuobstwiesen, Feldern und Blumenwiesen über die Hügel des Hohen Fläming auf dem Kunstwanderweg bis nach Bad Belzig mit einer mittelalterlichen Festung und einem Turm gehen. Die Oberhavel und das Ruppiner Land bietet eine Tour vom mittelalterlichen Wusterhausen in die frühere Hansestadt Kyritz entlang eines alten Pilgerwegs. Entlang des Weges gibt es viele Badestellen oder Spielmöglichkeiten.

Die Tagestouren sind einheitlich nach folgender Systematik aufgebaut: Am Anfang gibt es Informationen zu Start, Ziel, Länge, Gehzeit mit Variationen und Schwierigkeitsgrad. Dann folgen eine kurze Zusammenfassung der Tour und deren Highlights. Tabellarisch gibt es ausführlichere Informationen zu An-/Rückfahrt, Streckenverlauf, ggf. Fähre, Baden, Spielplätzen, Besichtigungen, Abstecher, Streckencharakteristik, Wegbeschaffenheit, Beschilderung und Einkehren. Weiterhin gibt es eine ausführliche Erläuterung der Streckenverläufe mit Bildern und möglichen Abstechern. Eine ganzseitige Karte und eine Vorlesegeschichte am Ende findet man dort ebenfalls.

Am Ende des Buches gibt es noch ein Register.

Dieses Buch verspricht nicht zu viel. Es ist für eine Tagestour mit kleinen Kindern geeignet und spricht alle notwendigen Bedürfnisse und Erfordernisse für eine Wanderung mit Kindern bzw. einem Kinderwagen an. Alle Strecken wurden von den Autoren persönlich erprobt, was man an den detaillierten Schilderung der Routen oder den Abstechern merkt. Für eine mehrtägige Reise müsste man sich selbst über geeignete Unterkünfte in der Nähe der Routen bemühen.

Buch 3

Bernhard Herold/Tim Shaw: Nationalpark Val Grande. Unterwegs in der Wildnis zwischen Domodossola und Lago Maggiore, Rotpunktverlag, 5., aktualisierte Auflage 2020, ISBN: 978-3-85869-884-1, 29 EURO (D)

Der Nationalpark Val Grande liegt in den norditalienischen Alpen, nahe der schweizerischen Grenze. Er liegt zwischen dem Lago Maggiore und dem Val d'Ossola, 146km² groß und ist für seine Naturbelassenheit bekannt.

Im westlichen Teil des Nationalparks liegt das namengebende, schwer zugängliche Val Grande mit der Kernzone des Parks. Der östliche Teil besteht aus dem offeneren Val Pogallo und einigen angrenzenden Gebieten. Der größte Teil des Nationalparks war nie ganzjährig bewohnt. Es wurde jedoch intensive Almwirtschaft betrieben, bis in die 1950er Jahre auch Waldwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden bis in die 1970er Jahre sämtliche Almen aufgegeben, im Val Grande selbst bis 1969. Nachdem der Verbiss durch die Weidetiere fehlt, wandeln sich die ehemaligen Almen allmählich zur Wildnis.

Dies ist die fünfte aktualisierte Auflage des Wanderführers. Dies ist Produkt der Erfahrungen der eigenen Erkundungen 2018 und 2019. Der Wanderführer bietet 17 Trekkingtouren und 13 Wanderungen für alle Schwierigkeitsgrade und alle Jahreszeiten an.

Nach Informationen über die Geschichte des Nationalparks und Klima, Geologie, Vegetation und Tierwelt werden die 17 Trekkingtouren in einzelnen Kapiteln vorgestellt. Die Routen dauern von einem Tag bis zu vier Tagen. Die Kartenskizzen zu Beginn der Kapitel dienen der Übersicht über den Verlauf der Wanderung und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Zwei Stadtrundgänge in Verbania und Domodossola, die 13 Tagestouren und  Hintergrundkapitel über Menschen, Kultur, Natur und Wirtschaft runden den Wanderführer ab. Im Anhang findet man noch praktische Hinweise von A-Z mit Übernachtungshinweisen, Anreise, Kulinarik und anderen Tipps sowie ein Literaturverzeichnis.

Im Val Grande gibt es die seltene Möglichkeit, eine der letzten Wildnisgebiete in Europa kennenzulernen. Eine Gegend, wo seltene Pflanzen gedeihen und die Natur noch oder wieder ihren Lauf nehmen darf. Informationen zu Profilen und Anforderungen der Strecken gibt es genug, leider fehlt ein Abschnitt mit Hinweisen, ob und wenn ja, welche Strecken auch für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen geeignet wären.

Dagegen wird ausführlich auf die Möglichkeiten verwiesen, einen nachhaltigen Tourismus durch die Nutzung lokaler Hotels und die Wegzehrung bei lokalen Landwirten und kleineren Geschäften vor Ort einzukaufen. Und auch, welche spezielleren Karten am sinnvollsten für die Anschaffung sind. Hinweise auf das richtige (umweltbewusste) Verhalten in einem Nationalpark gibt es genug, was eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Buch 4

Iris Kürschner: Oberwalliser Südtäler. Wanderungen und Geschichten zwischen Simplon, Zermatt und Turtmanntal, Rotpunktverlag, Zürich 2020, ISBN: 978-3-85869-870-4,

Nachdem bereits ein Buch im selben Verlag über die rechte Seite des Rhonetals erschienen ist, gibt es nun eine Veröffentlichung über die linke Seite. Dieses Buch will sich von anderen durch „interessante Hintergrundgeschichten, die das Wandern doch weitaus intensiver und nachhaltiger gestalten“ von schon vorhandenen Wanderführern über das Oberwallis absetzen. (S. 5) Hier werden mehrtägige Trekkingtouren zusammengestellt, die aber auch einzeln als Tagestouren genutzt werden können.

In der Einführung werden das Gebiet und die gegensätzliche Topografie beschrieben. Informationen zu Zeiten, Schwierigkeitsgraden, Karten, Ausrüstung, Ausstattung, Anreise, Kultur und Wellness folgen. In einem Extrakapitel wird noch die Alpenflora behandelt, bevor die Touren zur Sprache kommen.

Im Einzelnen werden sechs Touren beschrieben: Rund um den Monte Leone, die Raue Runde an der Weissmieskette, Von den Weinreben zum Gletschereis (Gisp nach Zermatt), der Matterhorntreck, der Weisshornhöhenweg und das tiefste Tal der Schweiz und vom Bahnhof Leuk bis hoch auf die Topolihütte.

Die einzelnen Routen werden durch einen Text beschrieben, zusätzlich enthält jede einzelne vorgeschlagene Route Informationen zu Wanderzeiten, Charakter, der besten Jahreszeit, der Höhendifferenz Ausgangs- und Endpunkt und alternativen Wandervarianten, Einkehren, Übernachten, Lebensmittel, weitergehenden Informationen, Übersichtskarten und Routenskizzen. Innerhalb der Wanderrouten gibt es immer wieder Exkurse zu Land und Leute, geologische Informationen sowie über Fauna und Flora. Zahlreiche Farbbilder sorgen für einen visuellen Eindruck der Wanderwege und Naturschönheiten. Vor allem der Blick von der Täschhütte auf Zinalrothorn, Schällihorn und Weisshorn oder von der Gandegghütte aus ins Tal (Matterhorntreck) ist imposant.

Im Anhang gibt es noch ein Ortsregister.

Die Topografie der Oberwalliser Südtäler darunter das tiefste Tal der Schweiz und die hohen Berge, vor allem die Viertausender, haben ihren speziellen Reiz, was der Autor durch seine Beschreibungen eindrucksvoll vermittelt. Die Geschichten über Land und Leute werden gut in die Informationen über Wanderwege eingebunden. Auch Zermatt, einem Hotspot des Tourismus, erhält eine ausführliche Beschreibung, auch jenseits des Wanderns. Kombinationen von Skifahren, Langlauf und Wanderungen sind also auch möglich.

Buch 5

Rotraud Reinhard: Filzen von heimischen Tieren, 2., überarbeitete Auflage, Freies Geistesleben, Stuttgart 2018, ISBN: 978-3-7725-2748-7, 26 EURO (D)

Die Filzerin Rotraud Reinhardt vermittelt in diesem Buch eine Aufbautechnik, mit der es möglich ist, viele heimische Tiere naturgetreu zu filzen. Schritt für Schritt wird eine Grundform aufgebaut und dann die charakteristische Gestalt modelliert. Dies ist die zweite Auflage des Buches mit einem größeren Format, mit ausführlichen Schritt-für-Schritt-Erklärungen und stimmungsvollen Bildern. Der Schwerpunkt der beschriebenen Tiere liegt nach wie vor auf der heimischen Tierwelt.

Zu Beginn des Buches gibt es einen Leitfaden und einen Überblick über das plastische Filzen in Aufbautechnik, die Verwendung von Wasser und Seife, eine kleine Wollkunde, Informationen über Arbeitsmaterial, eine kleine Anatomiekunde und eine Vorstellung der Lebensräume der heimischen Tiere.

Dann werden die Tiere in drei große Kapitel (Maus bis Reh, Vögel, Ente bis Raupe) eingeteilt.

Die Anleitungen sind für jedes Tier in einzelnen Kapiteln unterteilt. Jedes Tier wird zu Beginn mit Merkmalen und Lebensraum vorgestellt. Die Anleitungen bestehen hauptsächlich aus vielen Anleitungsfotos mit den Beschreibungen direkt darunter. Viele Tiere sind in verschiedenen Positionen (liegend, hockend, sitzend oder gehend) beschrieben. Dadurch ergeben sich zahlreiche Variationsmöglichkeiten beim Dekorieren oder Spielen. Die verschiedenen Schwierigkeitsgrade sind durch die Anzahl der Punkte erkennbar. Alle Größen- und Grammangaben sind nur als Anhaltspunkte zu verstehen. Die Wolle wird für den Aufbau bei der Materialaufzählung immer an erster Stelle genannt. Danach werden die Länge und die Breite des ersten Vliesstückes genannt, aus der die Körperrolle entsteht und dann ggf. Ohr-, Schwanz-, Bein- oder Flügelstücke. Bilder der fertigen Exponate ergänzen die Anleitungen.

Danach folgen noch die Miniaturformen, die als Ergänzung zu größeren Tieren gedacht sind, um wesentlich kleinere Tiere im Verhältnis passend dekorieren zu können. Die Herstellung orientiert sich an den entsprechenden größeren Tieren, die vorher schon erklärt wurden. Die Herstellung von Zwergen und hohlen Bäumen wird dann noch vorgestellt. Anschließend werden die Arbeitsschritte nach dem Filzen beschrieben: Arbeiten mit der Filznadel, Seife ausspülen und trocknen, bürsten und aufzupfen, sticken, Augen aus Perlen, das Problem des Mottenbefalls und die richtige Aufbewahrung.

Im Anhang findet man noch Bezugsquellen und Informationen über die Autorin, Literaturhinweise fehlen.

Das Buch richtet sich vorwiegend an Eltern, die zusammen mit ihren Kindern Tiere filzen wollen, Tierfreunde und kreative Menschen, die mit Wolle arbeiten möchten. Es ist ein Anleitungsbuch, wo Schritt für Schritt in verschiedenen Schwierigkeitsstufen gezeigt wird, wie das das Filzen von Tieren vor sich geht. Die Aneignung richtet sich dabei an den Vorkenntnisstand, Neulinge sollten mehr Zeit einplanen.

Buch 6

Christiane Kutik/Eva-Maria Ott-Heidmann: Das Jahreszeitenbuch, 13. Auflage, Freies Geistesleben, Stuttgart 2018, ISBN: 978-3-7725-0884-4, 26 EURO (D)

Wohltuende Rituale entstehen, wenn sich schöne Eindrücke über das Jahr wiederholen. In diesem Buch gibt Christiane Kutik Eltern und Pädagogen Anregungen zu praktischen Tätigkeiten mit Kindern und zeigt, wie die Jahresfeste gemeinsam mit Kindern sinnvoll gestaltet werden können. Zu jeder Jahreszeit gibt es Geschichten, Anregungen zum Spielen, Basteln, Gedichte, Rezepte und zum Feiern. Dies wird mit Illustrationen von Eva-Maria Ott-Heitmann begleitet.

So kann man zu Fastnacht Schmuck wie Girlanden, Figurenreihen oder Schlangenbänder zusammen mit Kindern selbst herstellen oder Lieder singen. Zur Walpurgisnacht gibt es eine Geschichte, Spiele oder ein Gedicht. Zur Johannizeit mit den längsten Tagen und den kürzesten Nächten kann man Lieder singen, verschiedene naturnahe Spiele vorbereiten oder eine Sonnenuhr selbst herstellen. Zum Erntedankfest lässt sich Brot selber backen, ein Erntekörbchen mit selbstgesammelten Früchten und Kräutern organisieren oder an einem lokalen Erntefest teilnehmen. Zu Silvester kann man Silvesterplätzchen backen, ein Jahresrückblickspiel machen oder eine Harzfackel selbst herstellen.

Jedes Fest wird vorgestellt und in den historischen oder traditionellen Zusammenhang eingeordnet. Dann folgen die Anregungen: Zu Bastelarbeiten gibt es zusätzlich Informationen über das Material und eine kleine Anleitung, zu Rezepten die Zutaten und Hinweise zur Zubereitung. Zu Ostern, Fastnacht und Weihnachten gibt es die meisten Anregungen.

Nach einem kurzen Nachwort gibt es noch weitere Literaturhinweise geordnet nach Jahresfesten, Quellen von Texten und Liedern im Buch und ein Register zum Nachschlagen.

Durch das Buch wird eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit einem jahreszeitlichen Thema ermöglicht. Es hat mehr allgemeinen Charakter für Familien, ist also kein bedarfsgerechtes Lehrbuch für Kita, Grundschule oder höhere Schulen. Die Vorbereitungen und Durchführungen sind denkbar unkompliziert und einfach, dasselbe gilt für Rezepte und Bastelspiele. Leider sind die Illustrationen und die Aufmachung nur in schwarz-weiß gehalten, bunt hätte es noch einen lebendigeren und atmosphärischen Charakter gehabt.

 

 

 







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