Soziale Demagogie der deutschen Faschisten 2016

08.09.16
AntifaschismusAntifaschismus, Debatte, TopNews 

 

Von Reinhold Schramm

Die Differenz in den Vermögensverhältnissen ist heute größer als im Faschismus!

»Die AfD wird als Partei der Rechten eingeschätzt. Ihre Wähler kommen jedoch aus dem gesamten politischen Spektrum. Die NPD ist in Mecklenburg-Vorpommern nicht in den Landtag eingezogen, viele ihrer Stimmen landeten bei der AfD.«

Laut Analyse hat die AfD von allen bürgerlichen Parteien Stimmen eingesammelt. Von der SPD kommen 17 Prozent, der CDU 15 Prozent, den Linken 12 Prozent, den Grünen 3 Prozent, der NPD 16 Prozent, der FDP 3 Prozent und den Anderen 34 Prozent. Darunter ist der größte Anteil vormalige Nichtwähler.

Vgl. Freitag-Meinungsmedium*

Kommentar

Sozialpolitische Ideologie und Demagogie des Faschismus heute!

Am heutigen Tag, 6. Sept. 2016, wurde ich unfreiwilliger Ohrenzeuge einer technisch lautstarken NPD-Kundgebung nahe am Tempelhofer Hafen, in Berlin-Tempelhof [Bereich: Tempelhofer Damm].

Der junge NPD-Redner führte sozialpolitische Fakten über die tatsächliche Armut großer Teile der (Berliner) Bevölkerung auf. So bei Armuts-Rentner*innen, Kindern, Arbeitslosen, über den schlechten Zustand von öffentlichen und sozialen Einrichtungen, über die teuren und für viele Menschen unbezahlbaren Wohnungen etc. Es waren Fakten, so wie man sie kaum von anderen bürgerlichen Parteien und Personen in dieser (sozialen) Deutlichkeit zu hören bekommt!

Zugleich verwies der Redner auf die finanziellen Mittel, die für die Integration und Unterbringung von Flüchtlingen von den ('verantwortungslosen') Regierungsparteien zur Verfügung gestellt werden. Auch diese Zahlen entsprachen der Wahrheit.

Der junge NPD-Redner verknüpfte die existierende soziale Armut in der Gesellschaft (auch) mit der Anwesenheit und finanziellen Hilfe in Milliardenhöhe für Flüchtlinge - durch die bürgerlichen Parlaments- und Regierungsparteien.

Zweifellos hatte diese sozialpolitische Demagogie [-mit den sozialpolitischen Tatsachen in der bundesdeutschen Gesellschaft-] ihr Vorbild in der NSDAP der 1920er und 1930er Jahre. Gewiss befanden sich nicht wenige Zuhörer am heutigen 6. September 2016 am nahen Tempelhofer Hafen in Berlin-Tempelhof in großer Übereinstimmung mit dem (wohlinformierten) jungen NPD-Redner.

[Eine vergleichbare Befähigung --- in der Verknüpfung von sozialen Tatsachen und -modifizierten- Rassismus und Fremdenfeindlichkeit --- hatte ich wohl seit Jahrzehnten nicht mehr gehört.]

Zweifellos, der moderne Kapital-Faschismus hat auch heute -2016- eine ideologische Massenbasis in der deutschen Bevölkerung [- wenn auch noch entgegen der jeweiligen Wählerentscheidung]!

Kommentar von @Heinz:

„In meinem Umfeld sind alle Leute der Meinung, dass dieses Wahlergebnis eine Klatsche war für die Politik in diesem Land MV der letzten Jahre und die höhere Wahlbeteiligung zeugt davon, dass es jetzt reicht - bis zur Oberkante Unterlippe.

Hier hat sich die Kreisstruktur verändert, die Infrastruktur wird abgebaut und eine echte Wahl der Schule gibt es auch nicht mehr, weil der Schulbus nur für die nächstgelegene Schule bezahlt wird.

Politik ist Kontaktsport schau dir die Kommentare an!

Die Politiker.Innen tönen unisono, das sei dem Thema Migration geschuldet, aber damit verdrängen die nur ihre eigenen Fehler hier in MeckPomm.“

[Vgl. Kommentar-Antwort von Heinz an @“MIAUXX“]

Antwort (R.S.) an Heinz:

Das Kernproblem sind die (persönlich leistungslosen) privaten Eigentums-, Erbschafts- und Vermögensverhältnisse. Hier gibt es seit 1933, bzw. seit 1949 (Westdeutschland) und seit 1990 (Ostdeutschland und Westdeutschland in Fortsetzung), keine Änderung der Eigentums- und Vermögensverhältnisse.

Im Gegenteil: Hier gibt es eine noch größere Differenz als im deutschen Faschismus von 1933 bis 1941/1942 [bis zur Kriegswende - und Kriegsende 1945].

Die Differenz in den privaten Vermögensverhältnissen ist heute in der BRD noch viel größer als im deutschen Faschismus!

Die zeitweiligen Versuche in den Westzonen - nach 1945 bis 1949 - und 1956 - wurden von den Westalliierten unterbunden [bis 1956 folgte die Beseitigung der antifaschistischen KPD aus den Parlamenten - und das Parteiverbot]. In Ostdeutschland -vor allem wegen Konsummangel- 1989/1990 über Bord geworfen. Übrigens, nicht wegen der “Stasi“ über Bord geworfen, sondern wegen dem Wunsch nach Teilhabe am Konsum - und den hierfür notwendigen Imperialismus, der diesen westlichen Wohlstand und Reichtum erst ermöglichte. Vor allem dafür hatten die ostdeutschen Brüder und Schwestern die “Internationale Solidarität“ über Bord geworfen!

Erwiderung von Heinz:

„Und wie passt dein Kommentar jetzt zu meinem Kommentar und zum Inhalt des Artikels?

Bereits Proudhon hatte festgestellt, dass privates Eigentum an Produktionsmitteln Diebstahl sei; das ist jetzt 150 Jahre her.

Hast du auch eine Lösung des Problems?

Meine Lösung dazu lautet, die Wirtschaft an das Gemeinwohl zurück zu binden, wie das in der gesamten Geschichte schon mal war, bis sich die Finanzwirtschaft in den 1970er Jahren in das global Dorf verpisst hat, wo es keinerlei Regulierung mehr gibt.“ [Vgl.*]

* Vgl. Freitag-Meinungsmedium, 05.09.2016. Wer macht die AfD so stark? Landtagswahlen. Die AfD wird als Partei der Rechten eingeschätzt. Ihre Wähler kommen jedoch aus dem gesamten politischen Spektrum. Ein Blog-Beitrag von Freitag-Community-Mitglied Achtermann

www.freitag.de/autoren/achtermann/wer-macht-die-afd-so-stark

07.09.2016, Reinhold Schramm

 







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