Lebenserklärung jetzt! - Letzte Generation besetzt Audimax der Universität Hamburg

30.05.22
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Von Letzte Generation

Studierende und Alumni der Universität Hamburg haben am Montagmittag zusammen mit der Gruppe „Letzte Generation“ das Audimax der Universität auf unbestimmte Zeit besetzt, um von Universitätspräsident Hauke Heekeren eine öffentliche Erklärung zu fordern, dass vermehrte Öl-Bohrungen in der Nordsee angesichts des Klimanotfalls mit dem Schutz des Lebens der Bevölkerung unvereinbar sind.

Die Besetzung wurde um 12:00 Uhr initiiert, um statt der regulär um 12:15 stattfindenden Veranstaltung im größten Hörsaal der Universität eine Vorlesung zur Rolle der Universitäten im zivilen Widerstand zu halten. Ziel der Besetzung ist, wie im offenen Brief an Heekeren beschrieben, dass der Universitätspräsident eine an Robert Habeck gerichtete „Lebenserklärung“ abgibt. Er soll öffentlich erklären, dass Habecks Erwägung, vermehrt in der Nordsee nach Öl zu bohren, unvereinbar ist mit dem Schutz des Lebens der Bevölkerung.

Die Letzte Generation setzt sich seit mehreren Wochen mit Blockaden großer Straßen und Öl-Pipelines für eine solche Lebenserklärung von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck ein.

„Laut ihrer Website versteht sich die Universität Hamburg ‚als Mittlerin zwischen Wissenschaft und Praxis‘. Inmitten dieses Notfalls, dass wir vor dem unwiderbringlichen Kollaps unserer Lebensgrundlagen stehen, alles Wissen hätten, um ihn abzuwenden, doch Robert Habeck erwägt, die Öl-Bohrungen in der Nordsee zu intensivieren, erwarte ich eine öffentliche Erklärung meiner Universität. Dieses Verhalten ist mit dem Schutz des Lebens der Bevölkerung unvereinbar.“, Jana Mestmäcker (30), Psychologin, Alumna der Universität und Unterzeichnerin des offenen Briefs.

„Es bleiben nur noch wenige Jahre, um die Weichen für eine lebenswerte Zukunft zu stellen. Das bedeutet leider auch, dass es zu spät sein wird, sobald der Bachelor fertig ist. Wir laden alle Studierenden der Universität Hamburg ein, ins Audimax zu kommen und sich über die Gefahr der Klimakatastrophe und zivilen Widerstand zu informieren. Denn welches Recht haben wir, diese Jahre verstreichen zu lassen, obwohl das unbeschreibliches menschliches Leid bedeuten wird?“, Jacob Bilal Hatem, Student der Soziologie an der Universität Hamburg und Unterzeichner des offenen Briefs.







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