Große Demonstration in Berlin am 11. September 2021 gegen hohe Mieten und Verdrängung - Block des Berliner #Mietenwahnsinn-Bündnisses

07.07.21
BewegungenBewegungen, Berlin, TopNews 

 

Von Berliner Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn

Am 11. September 2021 wird es in Berlin eine große Demonstration gegen hohe Mieten und Verdrängung geben. An der Vorbereitung sind diverse Akteure und Gruppen aus Berlin und darüber hinaus beteiligt. Wir als „Berliner Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn“, der Vernetzung von Stadtteilgruppen, Hausgemeinschaften, Projekten und vielfältigen stadtpolitischen Initiativen, werden auf dieser Demonstration einen eigenen Block organisieren.

Der Mietenwahnsinn geht weiter. Jeden Tag werden Menschen zwangsgeräumt. Jeden Tag wird Menschen gekündigt, etwa wegen der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Viele Menschen finden keine Wohnung, die Obdachlosigkeit nimmt zu. Immer mehr Menschen müssen den größten Teil ihres Einkommens in die Mieten stecken. Besonders betroffen vom alltäglichen Mietenwahnsinn sind Migrant*innen, Alleinerziehende, von Rassismus betroffene Menschen, Rentner*innen, Geflüchtete, junge Erwachsene und natürlich alle Menschen mit geringem Einkommen.

Diverse alternative, selbstverwaltete Projekte wurden in den letzten Monaten in Berlin durch die Polizei geräumt und zerschlagen, viele weitere sind akut bedroht. Auch vielfältige kleine Gewerbebetriebe haben massive Probleme oder wurden schon durch Kündigung und Mieterhöhung verdrängt.

Der Berliner Mietendeckel wurde gekippt, hohe Nachzahlungen drohen. Durch die Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen bildet sich ein weiterer noch größerer auf Profit ausgerichteter Player auf dem Wohnungsmarkt.

Finn Peterson vom Berliner Mietenwahnsinn-Bündnis: „Explodierende Mieten sind kein Naturgesetz, sondern Ergebnis einer kapitalistischen, finanzmarktorientierten, neoliberalen Wohnungspolitik, die das sogenannte Recht der Immobilienkonzerne, hohe Profite mit knappem Wohnraum zu erwirtschaften, immer noch höher einschätzt als das Recht aller Menschen auf angemessenen und bezahlbaren Wohnraum.
Wir sind an vielen Orten betroffen, und wir sind wütend. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass wir gemeinsam die Verhältnisse ändern können und dass eine Welt möglich ist, in der Wohnen Menschenrecht ist und nicht eine zum Höchstpreis verkaufte Ware.“

Seit Jahren organisieren sich Mieter*innen in Berlin auf vielfältige Weise gegen hohe Mieten und Verdrängung. Vielfältige Interventionen haben bereits stattgefunden, von der Blockade von Zwangsräumungen bis hin zu Demonstrationen mit bis zu 40.000 Menschen.

„Es ist an der Zeit, den Druck auf Immobilienwirtschaft und Politik weiter zu erhöhen. Deshalb werden wir am 11. September in Berlin bei einer großen Demonstration mit vielen Initiativen und Bündnissen gegen hohe Mieten und Verdrängung zusammen auf die Straße gehen“, so Finn Peterson.








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