Bundesweiter Aktionstag gegen ein Endlager im Schacht KONRAD / Protest auch vor Gronauer Uranfabrik

21.08.21
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Von BBU

Mit einer Mahnwache vor der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) wurde heute (21.8.21) gegen den Weiterbetrieb der Anlage und gegen ein mögliches Atommüllendlager im Schacht KONRAD bei Salzgitter (Niedersachsen) demonstriert. Die Aktion wurde im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages durchgeführt. An verschiedenen Atomstandorten, so auch beim Atomkraftwerk Lingen 2, fanden und finden Aktionen im Zusammenhang mit dem Protest gegen das Atommüll-Endlager im Schacht KONRAD statt.

Viele Atomanlagen in der Bundesrepublik Deutschland sind in den 1980er Jahren nur genehmigt worden, weil das Eisenerzbergwerk Schacht KONRAD als "Entsorgungsnachweis" angegeben wurde. Schacht KONRAD war technisch schon damals nicht geeignet radioaktive Abfälle aufzunehmen und entspricht heute erst recht weder dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik noch den geltenden Endlagerbedingungen. So ist z.B. trotz aller Erfahrungen aus der Asse 2 bei Schacht KONRAD keine Rückholbarkeit der Abfälle vorgesehen und in das Bergwerk läuft heute schon täglich mehr Wasser als in die Asse. Auch Uranmüll aus Gronau soll im Schacht KONRAD endgelagert werden.

„Der Rat der Stadt Gronau hat kürzlich die Errichtung einers Atommül-Endlage rs bei Gronau abgelehnt. Das ist gut so. Aber gleichzeitig muss sich der Rat der Stadt Gronau konsequenterweise gegen die weitere Atommüllproduktion in Gronau einsetzen. Der Gronauer Uranmüll gehört nicht nach Russland und auch nicht nach Salzgitter“ betont der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, der zur Teinahme an der Mahnwache aufgerufen hatte.

Gorleben – im Jahre 1977 aus politischen Gründen als Atommüll-Endlager benannt - ist im Rahmen des Standortauswahlverfahrens am 28. September 2020 ausgeschieden, der jahrelangen Kritik wurde damit ihre Berechtigung beschieden. Für Schacht KONRAD hat es nie ein vergleichendes Verfahren gegeben, der Ort wurde willkürlich bestimmt. Am 29. Mai hat deshalb ein breites Bündnis beim niedersächsischen Umweltminister Lies den Antrag eingereicht, die in 2002 erteilte Genehmigung für Schacht KONRAD zurückzuziehen oder zu widerrufen. Dies ist politisch und juristisch möglich!

Um Minister in seiner Entscheidung zu bestärken, sammeln Initiativen und Verbände unter dem Motto #KONRAD_gameover seit 2 Monaten analog und digital Unterschriften, die am 4. September dem Umweltminister Olaf Lies in Hannover übergeben werden sollen. Die Kampagne wird u. a. von der Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen und vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU)
unterstützt. Weitere Unterstützer sind auch die Stadt Salzgitter und das Niedersächsische Landvolk.

Weitere Informationen: https://www.ag-schacht-konrad.de/gameover
, https://bbu-online.de







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