Unibesetzung in Leipzig - Studierende unterstützen Forderungen der Letzten Generation

11.05.22
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Von Letzte Generation

Nach einem Vortrag von Henning Jeschke, Mitbegründer der Letzten Generation, besetzen (ehemalige) Studierende das Audimax der Universität Leipzig. Sie fordern von der Rektorin Prof. Dr. Eva Ines Obergfell eine Lebenserklärung. Sie soll sich offiziell und öffentlich an den GRÜNEN Minister Habeck wenden und sich gegen den Bau und die Finanzierung NEUER fossiler Infrastruktur aussprechen. Insbesondere, so die Studierenden, darf es keine neuen Ölbohrungen in der Nordsee geben. 

Die Studierenden solidarisieren sich mit ihrer Aktion mit der Letzten Generation und deren aktueller Kampagne: „Stoppt den fossilen Wahnsinn“. Sie kündigen an, die Uni so lange zu besetzen, bis die Rektorin Prof. Dr. Obergfell auf die Forderungen eingeht.

Lilly Schubert, 23, eine der Besetzerinnen des Audimax der Universität Leipzig: „Fossile Brennstoffe zerstören unsere Zukunft. Wir unterbrechen hiermit den normalen Universitätsalltag und nehmen diesen öffentlichen Raum friedlich ein. Denn wir müssen uns jetzt alle mit der wissenschaftlichen Realität auseinandersetzen und vom Reden ins Handeln kommen! Auch die Universität muss ihrer Verantwortung und ihrem gesellschaftlichen Auftrag im Klimanotfall gerecht werden.”

Lina Schinköthe (20), Studierende der Universität, ergänzt: “Wir laden alle ein - Studierende, Arbeitende und Dozierende - sich unserer Unibesetzung anzuschließen und unseren Appell an die Rektorin Prof. Dr. Obergfell zu unterschreiben. Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch! Wir brauchen jetzt eine Lebenserklärung von unserer Rektorin!”

Das Rektorat zeigt sich offen und will morgen früh prüfen, ob sie auf die Forderung nach einem öffentlichen Appell an Robert Habeck eingeht. Denn, so die heute beim Vortrag anwesende Kanzlerin Prof. Dr. Birgit Dräger, ihnen sei selbst bewusst, dass die Universität Leipzig bislang im Angesicht des Klimanotfalls zu wenig handeln würde. 

Die studentischen Besetzer:innen fordern außerdem eine Umstellung des Lehrbetriebs auf den Klimanotfall, in dem wir alle uns befinden. Es soll eine regelmäßige, dauerhafte und akkreditierte Vorlesungsreihe zum Thema “Handeln in der Klimakrise” geben. 







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