„Für eine Welt ohne Krieg – Gegen Armut und soziale Ausgrenzung“

01.04.12
BewegungenBewegungen, Brandenburg, News 

 

von „Friedenskoordination Potsdam“

Info über den 11. Ostermarsch am 31. März 2012 in Potsdam


Initiatoren waren „Friedenskoordination Potsdam“, „Soziale Bewegung Land Brandenburg“, „Freidenkerverband Brandenburg“. Wir begannen am Brandenburger Tor in Potsdam. Hauptredner war Peter Strutynski aus Kassel, der bekannteste Sprecher der Friedensbewegung in Deutschland.

Peter begann, indem er an die völkerrechtlichen Grundlagen des Nachkriegs-Deutschland erinnerte, die auf der Potsdamer Konferenz der Chefs der Antihitler-Koalition festgelegt wurden und sich abkürzend wiedergeben lassen mit De-Nazifizierung, De-Militarisierung, Demokratisierung, Dezentralisierung. Peter erinnerte auch an die völkerrechtsverbindlichen 4 + 2 Beratungen 1990.

Deren wichtigstes Resultat war: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Zwischen der Erinnerung an diese beiden Pflöcke analysierte Peter die gegenwärtig prekärsten Siede-Kessel: Afghanistan und Syrien.

Nach knapp einer Stunde, in der es regnete und stürmte, zog die Demo weiter zum Lokus der Garnison-Kirche. Dr. Frank Baier reflektierte die Geschichte des Bauwerks, das im April 1945 durch englische Bomben zerstört wurde und heute wieder aufgebaut werden soll. Was deutsche Bomber nach England getragen hatten, war nun zurückgekommen.

Wer ist nun am Wiederaufbau der Garnisonkirche interessiert? Der Geist von Friedrich II, der ja nicht nur ein Feingeist war, sondern seinen Soldaten nachrief „Hunde, wollt ihr ewig leben?“ Oder der „Geist von Potsdam“, der im April 1933 vorm Portal der Garnisonkirche zur feierlichen Bestätigung der Machtübergabe von Hindenburg an Hitler führte?

Zwischen Friedrich II und Hitler stand der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II:

Am 27. Juli 1900 hatte Kaiser Wilhelm seinem Expeditionskorps, das einen Aufstand in China niederschlagen sollte, befohlen: „Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer Euch in die Hände fällt, sei Euch verfallen!“ 1904 ließ Kaiser Wilhelm das Volk der Herero in Südwestafrika ausrotten. Und bald rief Wilhelm den Rekruten zu: „ ..... ihr seid jetzt meine Soldaten. ..... Bei den jetzigen sozialistischen Umtrieben kann es vorkommen, dass ich euch befehle, eure eigenen Verwandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen. Auch dann müsst ihr meine Befehle ohne Murren befolgen.“
(Siehe „Reden des Kaisers“, dtv Dokumente 354, Seite 55)

Der Ostermarsch 2012 ging nun zum Denkmal des Deserteurs am Platz der Einheit.

 


 

 


VON: „FRIEDENSKOORDINATION POTSDAM“






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