Ostermarsch Rhein/Ruhr 2019 „Abrüsten statt Aufrüsten - Verbot der Atomwaffen! Für ein Europa des Friedens!“ mit breiter Beteiligung beendet


Bildmontage: HF

22.04.19
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von Ostermarsch Rhein Ruhr

An drei Tagen sind über Ostern an Rhein und Ruhr ca. 2.500 Menschen gegen Krieg und Rüstung, gegen die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Europa und gegen eine Erhöhung der Militärausgaben auf die Straße gegangen. Die Organisatoren des Ostermarsches Rhein/Ruhr zeigten sich zufrieden mit der Beteiligung an den Aktionen, die auf dem Niveau des Vorjahres gelegen habe. „Ein neues atomares Wettrüsten würde für Europa eine extreme Kriegsgefahr mit sich bringen. Wir wollen keine alte Politik der militärischen Stärke sondern eine neue Politik der Abrüstung, Deeskalation und zivilen Friedenslösung, gerade auch in der Konfrontation mit Russland“ so Joachim Schramm vom Ostermarschkomitee Rhein/Ruhr.

Verschiedene RednerInnen griffen während der Demonstrationsetappen die aktuellen Forderungen der Friedensbewegung auf. In Düsseldorf verwies die Buchautorin Christiane Reymann angesichts des bevorstehenden 80.Jahrestages des Beginns des II. Weltkriegs auf die Opfer der Sowjetunion. Diese seien eine besondere Verpflichtung für Deutschland, heute gegenüber Russland eine Politik der Entspannung zu entwickeln. In Bochum zeigte Christoph Malischka von der Informationsstelle Militarisierung auf, wie die Politik der EU gegenüber Afrika dort Fluchtursachen schaffe und gleichzeitig den Weg der Flüchtlinge nach Europe behindere. Zum Abschluss in Dortmund sprach sich Wolfgang Lemp, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand der IG Metall, für eine neue Entspannungspolitik zwischen den NATO-Staaten und Russland aus. Die geplante Aufstockung der Rüstungsausgaben der NATO-Staaten auf 2% des BIP bezeichnete er als unverantwortlich angesichts des Hungers und des Elends in der Welt. "Wir brauchen nicht mehr Geld für Rüstung. Wir brauchen das Geld für Bildung, Infrastruktur und zivile Investitionen… “ so Wolfgang Lemb.

Bei einzelnen Zwischenkundgebungen wurde darauf hingewiesen, dass gerade NRW eine wichtige Rolle beim Thema Krieg und Frieden spiele. In Dülmen hat die US-Armee Artilleriegeschütze eingelagert, um sie im Kriegsfall schnell an die Ostgrenze der NATO verlegen zu können. Aus Kalkar werden die Kriegseinsätze der Bundes-Luftwaffe gesteuert, wie immer noch die der Tornados in Syrien. Der in Gronau ansässige URENCO-Konzern steht in Verdacht, in den USA die Grundstoffe für Atomwaffen zu liefern.

An diese Orte gelte es den Protest zu tragen, eine alternative Politik einzufordern. Die Organisatoren des Ostermarsches kündigten weitere Aktionen in den kommenden Monaten an, so z.B. im Oktober in Kalkar.

Alles unter: www.ostermarsch-ruhr.de

 







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