30. März / Karfreitag, 13 Uhr, Auftakt der NRW-Ostermärsche in Gronau


Bildmontage: HF

27.03.18
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von BBU

"Atomwaffen und Urananreicherung ächten!"

Am Karfreitag, 30. März, findetin Gronau (Westfalen) der Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche statt. Die überregionale Friedensdemonstration steht unter dem Motto „Atomwaffen und Urananreicherung ächten. Zivile Konfliktlösung statt Rüstungsexporte“.

Um 13 Uhr beginnt am Gronauer Bahnhof die Auftaktkundgebung mit dem Liedermacher Gerd Schinkel und mit Redebeiträgen. Anschließend führt der Ostermarsch durch die Gronauer Innenstadt und dann zur Gronauer Urananreicherungsanlage (UAA) des internationalen Urenco-Konzerns. Hier findet vor dem Haupttorr der Anlage (Röntgenstraße 4) gegen 15 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch rufen 25 Initiativen, Verbände und lokale Unternehmen auf. Prominenteste Unterstützerin des Gronauer Ostermarsches ist in diesem Jahr die Musikerin Nina Hagen.

Thematisch im Mittelpunkt stehen Atomwaffen

Beim Gronauer Ostermarsch wird unter anderem Dr. Angelika Claußen von der atomenergiekritischen Ärzteorganisation IPPNW sprechen. IPPNW setzt sich seit Jahren aus zivilen wie militärischen Gründen für einen Ausstieg aus der Urananreicherung ein."Gerade die Urananreicherungsanlage von Urenco birgt die Gefahr, dass sie auch militärisch genutzt werden kann. Deswegen ist sie auch in diesem Jahr Ziel unseres Ostermarsches“, betont Udo Buchholz vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, das den Ostermarsch organisiert.

"Die Forderung des Ostermarsches an die neue Bundesregierung lautet:

Treten Sie endlich dem Atomwaffenverbotsvertrag bei und legen Sie die Urananreicherung in Gronau still!" so Peter Bastian, der sich ebenfalls im Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen engagiert

Urencos bisheriger ziviler Betrieb und das Atomwaffenprogramm der USA

Neben der "zivilen" Urananreicherungsanlage in Gronau, die trotz des so genannten deutschen Atomausstiegs bis zu 40 Atomkraftwerke weltweit versorgt, kann die Technik der Urananreicherung für den Bau von Atombomben genutzt werden. Das nordkoreanische, das pakistanische und auch das iranische Atomprogramm basieren auf der Anreicherungstechnik der Ultra-Centrifuge Nederland (UCN), deren Pläne in den 70er Jahren von dem Pakistaner Abdul Quadeer Khan entwendet wurden.

Auch neueLieferverträge zwischen Urenco und dem US-AKW-Betreiber TVA legen den Verdacht nahe, dass mit dem von Urenco angereicherten Uran in zwei AKW das wichtige Spaltprodukt Tritium erzeugt wird, was unerlässlich für die Wirkung und Instandhaltung von Atomwaffen ist. Die USA besitzen seit geraumer Zeit keine eigene Anreicherung. Hier wird ganz klar die Trennung von ziviler und militärischer Nutzung überschritten.

Besonders bedrohlich ist die neue US-Atomwaffenstrategie, die mit sogenannten „Mininukes“ einen atomaren Krieg "führbarer" machen soll.

„Die neue Atomwaffenstrategie stellt ein Blaupause für den Atomkrieg dar“, so Dr. Angelika Claußen, Europavorsitzende der IPPNW (Interationale Ärzte für die Verhütung eines Atomkriegs). „Damit die Bundesregierung dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten kann, musssie im ersten Schritt die Trump-Regierung auffordern, ihre 20 Atomwaffen aus dem Standort Büchel umgehend abzuziehen.“

Atombomben-Material im Atommülllager Ahaus?

Die bayrische Landesregierung fordert weiterhin den Transport hochangereicherten Atommülls (87,5% Uran 235) aus dem Garchinger Forschungsreaktor nach Ahaus. Der Inhalt eines Brennelements aus diesem Reaktor reicht für die Herstellung einer Atombombe vom Hiroshima-Typ.

„Der Wahnsinn kennt keine Grenzen" so Heiner Möllers von der Bürgerinitiative „ Kein Atommüll in Ahaus“. Das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen lehnt die drohenden Atommülltransporte von Garching nach Ahaus ab.

Alle, die sich für nachhaltige Energiequellen und für friedliche Konfliktlösungen anstelle von Urananreicherung und atomarem Wettrüsten einsetzen wollen, sind herzlich zur Teilnahme am Gronauer Ostermarsch eingeladen. Neben Rede-Beiträgen aus den Reihen der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung wird es Musik des Kölner Liedermachers Gerd Schinkel geben und die VolXküche sorgt für das leibliche Wohl. Nach der Abschlusskundgebung kann ein Busshuttle für die Rückfahrt zum Gronauer Bahnhof genutzt werden.

Zur Teilnahme an dem Gronauer Ostermarsch rufen u. a. der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, die BI „Kein Atommüll in Ahaus“, das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, der AKU Schüttorf und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) auf. Der Gronauer Ostermarsch wird in Zusammenarbeit mit dem Ostermarsch Rhein Ruhr sowie mit dem Netzwerk Friedenskooperative durchgeführt.

Weitere Informationen über die Ostermärsche in Gronau, im Ruhrgebiet und anderswo unter www.ostermarsch-gronau.de <http://www.ostermarsch-gronau.de/>

 







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz