Ostermarsch Rhein Ruhr


Bildmontage: HF

28.03.18
BewegungenBewegungen, NRW, TopNews 

 

Von DFG-VK NRW  

„Abrüsten statt Aufrüsten - Atomwaffen abschaffen - Friedenspolitik statt Konfrontation!“

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar haben deren Chef Ischinger und auch Außenminister Gabriel die Welt als am Abgrund stehend bezeichnet. Heiße Kriege in Syrien, Mali, Jemen und Afghanistan aber vor allem die zunehmende Konfrontation  zwischen Atommächten haben die Welt unsicher gemacht wie seid Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Angesichts dieser bedrohlichen Situation rufen die Friedensgruppen an Rhein und Ruhr auf zum diesjährigen Ostermarsch.

Inhalte:
Der völkerrechtswidrige Angriff türkischer Truppen auf die syrischen Kurdengebiete und die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Ost-Gutha haben die Blicke der Öffentlichkeit erneut auf den Krieg in Syrien gerichtet. Deutsche Waffenlieferungen an die Türkei haben mit zur aktuellen Eskalation beigetragen, die deutsche Politik des "weiter so" behindert auch eine Gesamtlösung des Syrien-Konflikts. Die aktuell von der Kanzlerin bestätigte Forderung nach Verdoppelung des Militärhaushaltes würde auf fatale Weise die falsche Politik der militärischen Stärke und Konfrontation noch potenzieren. Viele Menschen fühlen sich durch neue Strategien und Aufrüstungspläne der USA und anderer Atommächte verunsichert und an die Zeit des Kalten Krieges erinnert. Doch der Protest dagegen gewinnt an Breite!
Der diesjährige Ostermarsch Rhein/Ruhr will die unbeirrt in die falsche Richtung weisende Politik der neuen Regierung kritisieren und den Kriegs-Ängsten vieler Menschen Ausdruck verleihen. Stopp der deutschen Kriegsbeteiligung und der Waffenexporte sowie Konzepte der gemeinsamen Sicherheit statt Konfrontationspolitik sind Antworten der Friedensbewegung auf die Frage nach Alternativen.

„Abrüstung statt Aufrüstung – Atomwaffen abschaffen - Friedenspolitik statt Konfrontation!“ so lautet das Motto der Ostermarschierer bei ihrer dreitägigen Friedensaktion an Rhein und Ruhr. Bekannte Persönlichkeiten aus der Region wie der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow, der Kreisvorsitzende des DGB Essen, Dieter Hillebrandt oder die Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Bundestag, Sahra Wagenknecht rufen als Erstunterzeichner zum Ostermarsch auf  http://www.ostermarsch-ruhr.de/unterzeichner.html

„15.000 Atomwaffen existieren weltweit, genug um jeden Menschen mehrfach zu töten. Wir brauchen keinen neuen atomaren Wettlauf, wir brauchen Abrüstung“ meint Joachim Schramm vom Ostermarschkomitee Rhein/Ruhr. „Die alten Konzepte mit Aufrüstung und Militäreinsatz haben die Kriegs- und Terrorgefahr nicht gebannt, sondern erhöht. Wir fordern von unserer Regierung neue Konzepte der Deeskalation, der Abrüstung und der Gemeinsamen Sicherheit, gerade auch in Europa.“ so Schramm weiter.

Ablauf:
Der Ostermarsch Rhein/Ruhr verbindet seine lange Tradition mit aktuellen Analysen und Lösungskonzepten für Frieden und Abrüstung. Er wird auch 2018 wieder an drei Tagen, von Ostersamstag, 31. März bis Ostermontag, 02. April mit verschiedenen Aktionen von Duisburg/Köln/Düsseldorf über Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum nach Dortmund führen. Wie im Vorjahr gibt es auch diesmal bereits am Karfreitag eine Auftaktveranstaltung an der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau.

Am Ostersamstag geht es los in Duisburg am Kuhtor, wo ab 10:30 Uhr die Auftaktveranstaltung beginnt. Dort spricht Kathrin Vogler, Friedenspolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag. Auch in Köln gibt es eine Auftaktveranstaltung um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Aus beiden Städten geht es dann mit der Bahn nach Düsseldorf, um sich ab 14 Uhr zur gemeinsamen Demon­stration durch die Landeshauptsstadt zusammenzuschließen. Der Abschluss findet ab 15:00 Uhr auf dem Düsseldorfer Marktplatz statt. Dort spricht die EU-Abgeordnete der LINKEN und stellv. Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses, Sabine Lösing zum Thema „EU-Aufrüstung“.

Die 2. Tagesetappe am Ostersonntag führt ab 10:00 Uhr als Fahrradcorso von Essen, (Porscheplatz) über Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne zur ver.di-Geschäftsstelle in Bochum. In Essen spricht Bernhard Trautvetter vom Essener Friedensforum. Zum Tagesabschluss in Bochum redet die Bundessprecherin der Deutschen Friedensgesellschaft Katharina Müller zum Thema „Atomwaffen abschaffen“.

Die 3. Etappe startet Ostermontag um 11:00 Uhr in Bochum-Werne, zuvor findet dort ab 10 Uhr in der Evangelischen Kirche ein Friedensgottesdienst statt.  In Bochum-Werne ist der Auftaktredner Ortwin Bickhove-Swiderski, DGB-Vorsitzender  in Dülmen.

Weiter geht es nach Dortmund-Dorstfeld, wo ab 14:20 auf dem Wilhelmplatz Anke Georges (Vors. der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)) redet. Hier wird der Ostermarsch auch angesichts verschiedener Vorfälle in den letzten Jahren ein deutliches Zeichen gegen Rechts setzen.

Gewerkschaftsvorsitzende beendet Ostermarsch:

Mit einem Highlight endet der Ostermarsch Rhein/Ruhr ab 16 Uhr am Wichernhaus, Stollenstr. 36, in der Dortmunder Nordstadt. Hier freuen wir uns, mit der Landesvorsitzenden des DGB NRW, Anja Weber, eine besonders prominente Rednerin gewonnen zu haben. Anja Weber spricht  zum Motto des Ostermarsches „Abrüsten statt Aufrüsten“. Zuvor hält die Dortmunder Bürgermeisterin Birgit Jörder ein Grußwort.

An den drei Ostertagen werden 12 Auftakt- Zwischen- und Abschluss­veranstaltungen den Weg säumen. Es treten Rednerinnen und Redner aus der Friedensbewegung, der Antifa-Bewegung, der Kirche und den Gewerkschaften auf. (s. Gesamt-Programm:

  http://www.ostermarsch-ruhr.de/om18/Zeitung.pdf

Gerade auch im Ruhrgebiet sind Neo-Nazis aktiv, versuchen für ihre verquere Ideologie zu werben. Daher ist es selbstverständlich, dass das Thema Antifaschismus für uns eine Rolle spielt. Das wird seinen besonderen Ausdruck finden am Ostersonntag im Stadtpark von Gelsenkirchen beim Gedenken am antifaschistischen Mahnmal und am Ostermontag in Dortmund-Dorstfeld.

Der Ostermarsch Rhein/Ruhr wird im Wesentlichen von den örtlichen Friedensforen und –initiativen getragen, An den regionalen Friedensversammlungen zur Vorbereitung des Rhein/Ruhr Marsches beteiligen sich jeweils zwischen zehn und dreizehn örtliche Initiativen aus dem Rhein/Ruhrgebiet.

Alles unter: www.ostermarsch- ruhr.de

 







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