15. März 2019: Bundesweit über 200 Aktionen

14.03.19
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BBU solidarisiert sich erneut mit den Jugendprotesten für den Klimaschutz und ruft auch Erwachsene zur Teilnahme auf. Protest auch bei der Bischofskonferenz

Von BBU

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat sich anlässlich des internationalen Aktionstages am 15. März 2019 (Freitag) erneut mit den Jugendprotesten für den Klimaschutz solidarisiert. Der BBU begrüßt das Engagement für den Klimaschutz und für die Abschaltung der Kohlekraftwerke der Schülerinnen und Schüler sowie der Studierenden. In weit über 200 Städten sind alleine in der Bundesrepublik Deutschland Schulstreikaktionen geplant.

Der BBU ruft auch Erwachsene zur Teilnahme und zur Unterstützung der Proteste auf.

Mit Nachdruck auf drängende Klimaprobleme hinweisen

Mit der bundesweiten und internationalen Kampagne „Fridays for Future“ soll mit Nachdruck auf die international drängenden Klimaprobleme hingewiesen werden. Auf der Internetseite von Fridays for future heißt es dazu: „An diesem Freitag werden in über 100 Ländern auf allen Kontinenten (außer der Antarktis) Menschen auf die Straße gehen und sagen: Bis hierhin und nicht weiter! Gemeinsam fordern wir von den Regierungen unserer Länder und der internationalen Staatengemeinschaft unsere Zukunft nicht weiter kurzfristigen Interessen zu opfern. Lange fielen in Deutschland die Treibhausgasemissionen, seit kurzem steigen sie wieder an. Dies ist vor allem dem Bereich Verkehr zu schulden, in dem die Emissionen seit Jahren kontinuierlich ansteigen. Das ist untragbar! Wir fordern, dass die Bundesregierung unverzüglich weitgreifende Maßnahmen unternimmt um die Verkehrswende einzuleiten.

Streik auch Du am 15. März mit uns zusamme für eine Zukunft, in der wir weiter, gut auf diesem Planeten leben können. Auch Erwachsene sind herzlich eingeladen sich unserem Protest anzuschließen.“

Quelle: https://fridaysforfuture.de/march15th

Eine bundesweite Übersicht der Aktionen findet man unter https://fridaysforfuture.de/march15th, eine internationale Übersicht unter https://fridaysforfuture.org/events/map.

Atomkraft verschärft die globale Erwärmung

BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz betont, dass bei den drängenden Umweltproblemen „alle Menschen jeglichen Alters gemeinsam Zeichen setzen können. Und für die gemeinsame Zukunft ist es wichtig, dass sich vermehrt jüngere Leute für den Umweltschutz und die Lebensgrundlagen einsetzen“. Buchholz betont ebenfalls, dass insbesondere die Atomenergie die Klimakrise nicht lösen kann. Die weitere Nutzung von Atomkraft verschärft die globale Erwärmung durch die Verhinderung des Einsatzes von sauberen Energiesystemen. Darum solidarisiert sich der BBU auch mit der Kampagne „Don’t Nuke the Climate“. Informationen darüber unter http://www.dont-nuke-the-climate.org/de

Der BBU unterstreicht aus Klimaschutzgründen die Forderung an die Bundesregierung nach einem Sofortausstieg aus der Kohle­verstromung und nach der Einstellung jeglichen Braunkohleabbaus. „Kohleverfeuerung und Braun­kohleabbau sind Kennzeichen einer mittelalterlichen Energieversorgung. Damit muss Schluss sein. Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien“, so Udo Buchholz. Und auch im Bereich der Verkehrspolitik hält der BBU, der auch im Bündnis „Bahn für Alle“ mitwirkt, schon lange eine drastische Wende für dringend erforderlich.

„Das Bus- und Bahnangebot für Reisende muss endlich verbessert werden und der Güterverkehr gehört auf die Schiene“, fordert Buchholz.

Vom Kohlebergbau sind auch Kirchen betroffen

In dieser Woche hat der BBU auch Aktivitäten katholischer Christinnen und Christen unterstützt, die eine Petition an die Deutsche Bischofskonferenz gerichtet haben. Mit einer Protestaktion am Rande der Bischofskonferenz, die von mehreren Organisationen getragen wurde, wurde die Katholische Kirche aufgefordert, keine Kirchen und Grundstücke mehr an den Energiekonzern RWE zu verkaufen. Vom Kohlebergbau sind auch Kirchen betroffen. Zur Aktion am Mittwoch (13. März 2019) in Lingen hatten die Demonstrantinnen und Demonstranten Schilder mitgebracht, auf denen die Namen weiterer Orte standen, die verschwinden sollen: Kuckum, Berverath, Morschenich und Manheim.

 

Hintergrundinformationen:

https://bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202019/12.03.19.pdf

https://www.kritischeaktionaere.de/kohle-stoppen/tagebau-gegner-demonstrieren-bei-bischofstreffen

https://www.domradio.de/themen/bischofskonferenz/2019-03-13/braunkohleabbau-und-die-folgen-tagebau-gegner-demonstrieren-bei-bischofstreffen-lingen

 







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