Studierende des Karlsruher Institut für Technologie versperren den Eingang zur Mensa


Foto: No Border No Nation

11.03.20
BewegungenBewegungen, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Von No Border No Nation

Studierende des Karlsruher Institutes für Technologie haben den Haupteingang der Mensa am Adenauerring verschlossen. Die Aktion ist ein Protest und Aufruf an die Studierenden und das Personal der Universität, gegen Rassismus aufzustehen und die grauenhafte Situation an den EU Außengrenzen nicht zu ignorieren.

Dabei spielen die versperrten Türen auf die geschlossen EU-Außengrenzen an, die alle legalen Fluchtrouten nach Europa blockieren. Aktivist*in Luca erklärt: "Diese rassistische Politik schränkt die Bewegungsfreiheit der Menschen ein. Jetzt spitzt sich die Situation in einem schrecklichen Krieg gegen die Schutzlosen zu. Es kann nicht sein, dass Flüchtende mit Tränengas und Prügel am Grenzübertritt gehindert werden. Die Grenzen müssen sofort geöffnet und ALLE Geflüchteten aufgenommen werden!"

Mit ihrer Aktion wollen die Aktivist*innen den Normalzustand brechen:

„Die Krise ist längst zu einem Normalzustand geworden. Seit Jahren exportiert die BRD Waffen und schafft damit Fluchtursachen. Gleichzeitig werden Flüchtende abgewiesen und abgeschoben, und in Deutschland von Rassismus und Rechtsextremismus betroffen. Wir wollen dieses 'weiter wie bisher' nicht länger hinnehmen."

Die Aktivist*innen richten sich an die Wissenschaftler*innen der Uni.

Aktivist*in Alex erklärt: "Die geschlossenen Türen und Grenzen stehen im Widerspruch zu der internationalen Wissenschaft. Wissenschaft ist nicht unpolitisch, das würde heißen den Status Quo zu akzeptieren. Aber Wissenschaft kennt keine Grenzen. Deshalb müssen auch die rassistischen Studiengebühren für nicht EU-Ausländer*innen abgeschafft werden. Statt Leistungsdruck in Studium und Wissenschaft brauchen wir Zeit für politisches Handeln. Wenn es an der Universität keinen Widerstand gibt, wo dann?" Die Aktivist*innen stellen auch Forderungen an das KIT: „Wir fordern die Türen als Zeichen der Solidarität solange geschlossen zu halten, bis die Grenzen geöffnet wurden.“

Die Studierenden rufen alle Menschen auf, die Aktion nachzumachen und nicht weiter zu tun, als gäbe es kein Problem. "Es gibt viele Türe die verschlossen werden können...", so Luca. Wer sich alleine machtlos fühle, solle sich einer politischen Gruppe wie der Seebrücke anschließen, denn „politische Macht komme vom gemeinsamen Handeln“, so Alex. Das sei besonders wichtig in einer Zeit, in der die Menschheit mehr den je zu Solidarität und gegenseitiger Hilfe aufgerufen ist.







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