Schilder-Demo "In Soli(t)darity we stand"


Foto: TKKG

26.03.20
BewegungenBewegungen, Umwelt, Schleswig-Holstein, TopNews 

 

Von TKKG

Diesen Samstag lädt die Turbo-Klima-Kampf-Gruppe (TKKG) von 14 bis 15 Uhr zu einem Schilder-Wald in Kiel ein. Das Konzept: Je ein oder maximal zwei Personen positionieren sich mit möglichst großem Abstand zueinander und zeigen solidarische Botschaften. So soll eine lange Kette vom Vinetaplatz bis zum Alten Markt gebildet und auf zahlreiche gesellschaftliche Missstände aufmerksam gemacht werden.

Schon diesen Mittwoch fanden Kundgebungen mit ähnlichem Konzept in Kiel und Flensburg statt. Diese wurden angemeldet und das Ordnungsamt hatte keinerlei Bedenken, da Einzelpersonen mit genügend Abstand zueinander kein erhöhtes Infektionsrisiko darstellen. Die Proteste diesen Samstag dagegen sind nicht angemeldet, weil erst drei Personen als eine Versammlung gelten, nicht jedoch einzeln stehende Demonstrant*innen. Für die Demo am Samstag soll jede Person sich selber ein Schild oder Transpi basteln - ergänzt wird das Bild durch Kreide, Symbolkleidung und Straßenmusik. Quentin Lindström von TKKG erklärt die Coronaschutz-Maßnahmen des Schilderwalds: "Uns ist es wichtig zu zeigen, dass es sich nicht widerspricht sein Recht auf Meinungsäußerung wahrzunehmen und gleichzeitig niemanden anzustecken. Deswegen werden die Teilnehmer*innen gebeten ausreichend Platz für Passant*innen und zueinander zu lassen, etwas vor dem Mund zu tragen und keine Flyer zu verteilen."

Die Gründe zum demonstrieren werden in Corona-Zeiten nicht weniger. Im Gegenteil: Gesellschaftliche Missstände verschärfen sich durch die Krise. Darauf soll mit dem Schilderwald aufmerksam gemacht werden. Dazu gehören beispielsweise die furchtbaren Zustände im griechischen Flüchtlingslager Moria, die häufigere häusliche Gewalt durch Quarantäne, der drohende Bankrott tausender Kulturschaffender und die Missstände im Gesundheitssystem, das unter dem Druck, profitabel zu sein, seit Jahren am Limit steht.

Kim Behrendt, eine der Teilnehmerinnen fordert: "In dieser Krise passiert so vieles, so schell - was vor ein paar Wochen noch nicht mal denkbar gewesen wäre, wird jetzt ohne zu zögern umgesetzt. Ein Bedingungsloses Grundeinkommen könnte eine schnelle Lösung sein für all jene, die nicht wissen, wie sie die nächsten Wochen ihr Essen bezahlen sollen. Wenn Rettungsflüge für Tourist*innen möglich sind, warum dann nicht auch für Flüchtlinge? Aus dieser Krise können wir lernen - lasst uns zukünftige Krisen, wie die Klimakrise, verhindern bevor sie sich weiter zuspitzen."

Weitere Informationen zu unseren Forderungen und die Route des Schilderwaldes hier: https://tkkg.noblogs.org/post/2020/03/25/schilder-wald-in-solitdarity-we-stand-einzeln-aber-nicht-alleine/







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