Fahrraddemo: Verkehrswende statt Abwrackprämie


Bildmontage: HF

22.05.20
BewegungenBewegungen, Umwelt, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Von Klimakollektiv Karlsruhe

Am Samstag, den 23. Mai 2020, protestieren Karlsruher*innen ab 14 Uhr mit einer Fahrraddemo für eine ökologische und soziale Verkehrswende.

Mit Redebeiträgen beteiligen sich Fridays for Future, das Klimabündnis, das Klimakollektiv, die Interventionistische Linke, Perspektive aus der Krise sowie LINKE und GRÜNE.

Als Anlass sehen sie die Abwrackprämie für Verbrennungsmotoren, die aktuell von Autokonzernen gefordert, von der Mehrheit der Bevölkerung jedoch abgelehnt wird. Sie kritisieren insbesondere den grünen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, der die Autoindustrie entgegen der Beschlüsse der Bundespartei fördern will. "Es ist kaum zu glauben:

Kretschmann wirft die Verkehrswende über Bord und fordert eine neue Abwrackprämie für dreckige Verbrennungsmotoren. Aber wir schauen nicht tatenlos zu wie Klimaschutz sabotiert wird!", sagt Pressesprecherin Kim.

"Die Corona-Situation erschwert es zu protestieren. Aber die Klimakrise wartet nicht. Es ist wichtig, dass wir weiterhin auf die Straße gehen", ergänzt Kim. Abstandsregelungen und weitere Infektionsschutzmaßnahmen sichern auf der Fahrraddemo die Gesundheit aller Teilnehmer*innen. "Die Corona-Krise und die Klimakrise müssen beide angegangen werden. Die großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüche, die jetzt anstehen, müssen in Richtung einer sozial-ökologischen Transformation gehen", erklärt sie weiter.

Mit der Abwrackprämie wird der Kauf neuer Autos mit Verbrennungsmotoren gefördert, die durch ihre Emissionen die Klimakrise weiter anheizen.

Dies nützt vor allem den klimaschädlichen Konzernen und dient nicht dem Allgemeinwohl. Auch die Förderung von Elektroautos wäre keine Lösung, da diese durch den hohen Ressourcenverbrauch ebenfalls die Umwelt zerstören. Statt Abwrackprämie braucht es eine Verkehrswende.

Pressesprecherin Kim erklärt: "Wir protestieren für Klimagerechtigkeit.

Die Verkehrswende muss sozial und ökologisch gerecht sein. Dazu gehört, dass ÖPNV, Rad- und Fußverkehr gefördert werden und damit unsere Stadt lebenswerter wird. Gleichzeitig müssen die Arbeiter*innen der Autoindustrie unterstützt werden. Wir haben jetzt die Chance, die Gesellschaft zu verändern, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen!

Wir fordern: Keine Prämien für Klimakiller-Konzerne! Verkehrswende & Klimagerechtigkeit jetzt!"

 







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