Wer hat, der gibt!

14.09.20
BewegungenBewegungen, Hamburg, TopNews 

 

Von Bündnis "Wer hat, der gibt"

Demonstration, 19.9. in Hamburger Reichenviertel

Das bundesweite Bündnis „Wer hat der gibt“ ruft am 19.9.2020 in Hamburg, Berlin und Hannover zu Demonstrationen in Reichenvierteln auf. Damit sollen der exzessive Reichtum und die ungleiche Verteilung von Ressourcen aufgezeigt werden. Die linke Antwort auf die  Corona-Krise lautet: Die Kosten für die Krise sollen die Reichen zahlen.

Die Krise ist in vollem Gange, doch der finanzielle und soziale Notstand steht erst noch bevor. Durch Rettungsaktionen vor allem für die Wirtschaft, steigende Arbeitslosigkeit und Steuerausfälle hat der Staat höhere Ausgaben, während er gleichzeitig weniger einnimmt. Es ist zu befürchten, dass Forderungen nach einem ausgeglichenen Staatshaushalt bald jene nach Corona-Soforthilfen und Konjunkturprogrammen überlagern werden. Dann werden die umkämpften Fragen der nächsten Zeit sein: Wo kann gespart werden und wo gibt es Geld zu holen?

Nachdem die Reichen bei vergangenen Wirtschaftskrisen immer geschont wurden, bittet das Bündnis „Wer hat der gibt“, ein Zusammenschluss unterschiedlicher linker Gruppen, dieses Mal die Reichen zur Kasse.

Ansgar Ridder, Sprecher des Bündnisses „Wer hat der gibt“ : „Es kann nicht sein, dass darüber diskutiert wird, den Mindestlohn zu senken oder die Sozialausgaben zu kürzen, wenn gleichzeitig Vermögen im Überfluss vorhanden ist. Der gesellschaftlich erarbeite Reichtum muss der Gesellschaft dienen - und darf den Menschen nicht weiter auf den Konten einiger Superreicher vorenthalten bleiben. Die Reichen sollen für die Krise zahlen.“ Gerade in Zeiten, in denen Verschwörungsideologen und Rechtsradikale versuchen, die Corona-Krise für sich zu nutzen, braucht es einen Perspektivwechsel, so Ansgar Ridder. „Wir dürfen die Diskussion über die Krise nicht irgendwelchen Spinnern oder den Neoliberalen überlassen. Indem wir in die Reichenviertel ziehen, zeigen wir einen solidarischen und sozialverträglichen Ausweg aus der Krise auf.“

 







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