Unbegrenzt wachsen und Klimawandel stoppen?

12.10.21
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Ein kurzer Debattenbeitrag aus der Umweltbewegung zu den anstehenden Koalitionsverhandlungen

Von Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen steht auch das Thema Klimaschutz im Vordergrund. Gerade die FDP vertritt unwidersprochen die Meinung der Kampf gegen Klimawandel sei mit unbegrenztem Wachstum vereinbar.

"Unbegrenztes Wachstum ist dauerhaft möglich
und die einzige Lösung aller Probleme" ist die nicht hinterfragte, zentrale Botschaft von FDP und CDU / CSU, aber auch fast aller anderen Parteien ans dankbare Publikum. Und in diesem unhinterfragten Mythos stimmen rechte wie linke Parteien und die Medien fast überein. Nur über die Wege zum Wachstum gibt es Konflikte.

Kopfrechnen ist in solchen Zeiten nicht angebracht. Doch bei einem anhaltenden Wachstum von 3% verdoppelt sich das Bruttosozialprodukt alle 23 Jahre, bei 5% sogar bereits alle 14 Jahre. Und eine Menge, die exponentiell wächst, vertausendfacht sich jeweils nach der zehnfachen Verdoppelungszeit. Dauerhaftes exponentielles Wachstum einer Wirtschaft ist nicht möglich und führt zwangsläufig zur Selbstzerstörung. Wir brauchen also dringend andere Problemlösungsansätze, um die realen Probleme unseres Landes anzugehen.

Klimakatastrophe, Artenausrottung, Atommüllproduktion, Regenwaldvernichtung, Überfischung, Ressourcenübernutzung & Welt-Vermüllung sind Symptome der gleichen Krankheit.
Globale Gier und unbegrenztes Wachstum im begrenzten System Erde.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein (Der Autor ist seit 1974 in der Umwelt- und Naturschutzbewegung aktiv und war 30 Jahre lang BUND-Geschäftsführer am Oberrhein)


https://www.mitwelt.org/wachstum-wachstumskritik-information.html

Hier eine aktuelle Mitwelt-Kleinanzeige in der Badischen Zeitung:


 







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