Unglaublich aber wahr: DEUTSCHE STALINISTEN FÜR TALIBAN !

01.09.21
DebatteDebatte, Internationales, Linksparteidebatte, TopNews 

 

Von Günter Meisinger

Die mit der ex-DDR-"KPD" co-operierende K.O. ( "Kommunistische Organisation"), denen die DKP und die MLPD noch nicht stalinistisch genug waren(!), und die mir einst in einer Franfurter Nachbarschafts-Initiative ("Zusammen e.V.") eine Art modernen stalinistischen Schauprozess machen wollten, feiern den Sieg der Horrorhaften Analphabeten-Horden der Taliban als "Befreiung für das ganze afghanische Volk" (!)- nachzulesen auf deren Website.

Wohlwissend, dass die in erster Linie schon immer Linke, Atheisten, Homosexuelle, und vor allem Frauen ohne Schleier von ihren Köpfen "befreit" haben- meist nach vorheriger Vergewaltigung. Die Idioten schreiben: "Wenn jetzt darüber diskutiert wird, ob die Taliban fortschrittlich sind oder nicht, wird vor allem über ihre Ideologie gesprochen. Diese ist aber nicht ausschlaggebend, sondern die Rolle, die die Taliban objektiv einnehmen. "

Abgesehen davon, dass ausser denen noch niemand darüber diskutiert hat, ob die Taliban "fortschrittlich" sind, wird hier der dramatische Fehler der iranischen Linksparteien von 1979 wiederholt, die alle (bis auf eine Minderheit bei den Trotzkisten) den Mullah-Faschisten um Khomeini zur Macht verhalfen, da diese "objektiv" Anti-imperialistisch seien. Diese Fehleinschätzung kostete tausende von ihnen das Leben. (Wenn Lenin sagte, dass der Imperialismus nur das höchste Stadium des Kapitalismus sei, bedeutet dies, dass es keinen Anti-Imperialismus ohne Anti-Kapitalismus geben kann. Und machten die iranischen Mullahs, selber meist feudalistische Landbesitzer, etwa antikapitalistische Politik für die Bevölkerung? Nein.)

Nach deren Definition, jeden verbalen Anti-Amerikanismus mit Anti-Imperialismus zu verwechseln, ohne nach dessen Inhalt zu fragen, wären auch Neonazis Anti-imperialistisch, denn die sind auch gegen die USA.) Nun ja: Stalin-Faschisten unterstützen islamistische Faschisten- nicht mehr wirklich überraschend.

Allerdings las ich auch gerade von der Linkspartei der Wetterau (bei Frankfurt), dass die auch von einer "moderaten" Fraktion der Taliban phantasieren. Nunja, die Hauptpersonen der Wetterauer PDL kamen aus der DKP.

Auch ex-DKP´ler Kerem Schamberger, mittlerweile bekanntester Bundestagskandidat der Münchner Linken, postete einen Artikel der die Taliban zu angeblichen Nicht-Fundamentalisten verniedlichte.

Für manch einen vielleicht eher überraschend (wenn auch nicht für mich) ist die Stellungnahme des langjährigen Funktionärs der Linkspartei, Harri Grünberg. Ein ex-Trotzkist, der bereits mit seiner Unterstützung für den stalinistischen Diktator Daniel Ortega in Nicaragua negativ auffiel, und jetzt im "Marxistischen(?) Forum" seiner Partei - in Übereinstimmung mit einem Artikel der FAZ, des Zentralorgans der deutschen Bourgeoisie - ebenfalls von einer liberalen, modernisierten Fraktion der Taliban phantasiert und sich gegen die "Dämonisierung" dieser Faschisten wendet !!

Wächst da jetzt rundum zusammen, was zusammen gehört?

Deutsche Linke am Ende.

Günter Meisinger / 27. August 2021.

 

Nachtrag am 1.September 2021:

Mittlerweile stolperte ich noch über die ausführliche Stellungnahme von Marx21, aus deren Reihen auch Janine Wissler, die neue Bundesvorsitzende der Linkspartei kam, und die - obwohl angeblich antistalinistische Trotzisten(???) -die Stellungnahme der K.O. noch toppen(!!!), indem bei deren Lobpreisung der Taliban noch die Dauerverleumdung aller Islam- und Talibankritiker als Rassisten(!!!) hinzukommt. Zweifellos ein Fall für die Psychiatrie!

Hier ein Auszug einer Stellungnahme des innerparteilichen Bundesarbeitskreises (BAK) Shalom dazu:   

"Marx21 veröffentlichte vor einigen Tagen eine Positionierung zum Sieg der Taliban in Afghanistan. Beim Lesen dieses Positionspapiers, blieb uns schlichtweg die Spucke weg. Ist die Gruppe Marx 21 doch für ihr unkritisches Verhältnis zum Islamismus bekannt[2], verherrlicht sie nun ganz unverblümt den Sieg der Taliban, als einen Sieg des afghanischen Volkes im Kampf gegen den “US-Imperialismus”.[3]. So heißt es in dem Text:

"Dies ist ein Wendepunkt in der Weltgeschichte. Die größte Militärmacht der Welt wurde von den Menschen in einem kleinen, bitterarmen Land besiegt. Dies wird die Macht des amerikanischen Imperiums überall auf der Welt schwächen." - Hier werden also die islamistischen Schlächter der Taliban zu aufrechten Widerstandskämpfern für das afghanische Volk verklärt.
Weiter wird sogar die vermeintliche Rechtsstaatlichkeit der Taliban gelobt, wörtlich heißt es:

"Entscheidend ist, dass die Taliban in den von ihnen kontrollierten ländlichen Gebieten ein ehrliches Justizsystem betrieben haben. Ihr Ruf ist so gut, dass sich viele Menschen, die in den Städten in Zivilprozesse verwickelt sind, darauf geeinigt haben, dass beide Parteien sich an Taliban-Richter auf dem Land wenden. Dies ermöglicht ihnen eine schnelle, billige und faire Rechtsprechung ohne hohe Bestechungsgelder. Da das Urteil gerecht war, können beide Parteien damit leben."

Damit aber nicht genug. Man lobt die Taliban bei Marx21 nicht nur für ihre vorbildliche, “faire” Scharia-Rechtssprechung in der Vergangenheit, man räumt den Terroristen darüber hinaus sogleich einen Vertrauensvorschuss für die Zukunft ein.

Die Lippenbekenntnisse der Taliban, man sei nicht auf Rache an der Bevölkerung aus, wird als feststehendes Faktum verklärt.
"[Dass sie] ein Land in Frieden wollen und nicht auf Rache aus sind. [...] Die Taliban-Führer sind unter großem Druck, dass sie Frieden bringen müssen.” Grundlage dafür sei “dass die Taliban weiterhin für eine gerechte Justiz sorgen.”

Für den Fall des Scheiterns hat man sich auch schon in verschwörerischer Manier eine Begründung ausgedacht, denn “die Verlockungen der Macht und der Druck der Regierung” hätten schon viele “soziale Bewegungen in vielen Ländern vor ihnen korrumpiert."- Die soziale Bewegung sind für Marx21 also alle von den Klinikstreiks im Sauerland bis zu einer der größten Terrorgruppen unserer Zeit. Und als wäre das absolut wahnwitzige Weltbild der Sekte Marx21 nicht bereits hier offenbart, lässt es sich dieser Trümmertrupp nicht nehmen, schlussendlich noch eine Karikatur ihrer selbst einzubauen. Hatte Marx21 in der Vergangenheit schon der Linken Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen für Kritik an Erdogan vorgeworfen, sie bediene die “Sprache der Rassisten”[4], bezeichnet man nun gar die Nichtunterstützung der Taliban als “Islamophobie”. So wird von allen Entscheidungen in der Nahost-Politik der USA ausgerechnet die Nicht-Unterstützung der Taliban kritisiert und somit kurzerhand zum “islamophoben” Angriff. - Dieses Wort muss hier erneut in aller Klarheit als das benannt werden, was es zumeist ist, eine schäbige Diskreditierung emanzipatorischer Kritik am Islamismus. Im gendergerechten Wortlaut klingt das dann so:
"Viele Afghan:innen waren dankbar für die Rückkehr zur Ordnung und ein Mindestmaß an Sicherheit, aber die Taliban waren sektiererisch und unfähig, das Land zu kontrollieren, und 1996 zog die US-Regierung ihre Unterstützung zurück. Damit lösten sie eine neue, tödliche Form der Islamophobie gegen die Taliban aus."

Natürlich sehen die Autoren es auch als falsch an, dass die frauenverachtenden und homophoben Islamisten mit Worten wie “‘mittelalterlich, brutal und primitiv’” assoziiert werden, schließlich seien es “Menschen aus Fleisch und Blut mit Waffen und Laptops”.  

Tja, da wünsche ich allen dummen Stalinisten und Linksverkleideten Islamisten gute Fahrt mit der Tali-Bahn! Diese wird am Galgen enden, wie einst in Iran.

Günter Meisinger / 1.September 2021







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz