Die Karawane zieht weiter … der Sultan hat Durst...


Bildmontage: HF

22.02.20
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Wie Narren und Asteroiden den Blick für die Realität verkleistern

von Jürgen Heiducoff

Die Narren übernehmen „die Macht“ in den Rathäusern – nicht nur im Rheinland. Wie in jedem Jahr sind allerdings deren Kompetenzen und der Zeitpunkt der Räumung der „Machtsessel“ klar geregelt. Die kommunale Demokratie kennt Grenzen.                                                                                                                                                 Auch in den Ämtern des öffentlichen Dienstes wird seit Tagen nicht mehr alles so ernst genommen. Es ist ja die vierte Jahreszeit.

Während das Rheinland in den „tollen Tagen“ in eine Art Wachkoma versetzt wird, verringert sich das Interesse der Leute an wesentlichen, aber unbequemen Tatsachen. Begeistert wird gesungen: „Die Karawane zieht weiter … der Sultan hät Doosch“ und die Schnäpse fließen … Dummer ne, dummer ne, dummer ne.... Interesse an anderen existenzbedrohenden aktuellen Gefahren - Hammer nit, hammer nit, hammer nit! Jommer in en andere Kaschämm! Also können gleichzeitig zum närrischen Treiben die Militärtransporte widerstandslos durch das Rheinland rollen um vor der Westgrenze Russlands in Stellung zu gehen. All das sei natürlich nicht gegen Russland gerichtet, liest man im „seriösen“ demokratischen Blätterwald.

Doch die Ablenkung von der Demonstration militärischer Fähigkeiten seitens USA und NATO nur durch den Karneval reicht nicht aus. Da kramt man jetzt aus der Gruselkiste der Sensationen die Nachricht von riesige Asteroiden aus, die auf die Erde zu rasen würden. Als sei das erst seit gestern bekannt.

All das sind Nachrichten, die die Hirne der Menschen verkleistern sollen. Der Rausch der Karnevalstage lässt die existentiellen Probleme wie Klimakatastrophe und Kriegsgefahr verschwimmen.

Und die Angst vor höherer Gewalt aus dem Universum sollen die irdischen Probleme in den Hintergrund drängen oder vergessen machen.







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