Berlin, Haus der Demokratie und Menschenrechte: Ausstellung + Debatte : 1989 und heute


04.05.09
DebatteDebatte, Sozialismusdebatte, Berlin, News 

 

Do, 07. 05. um 19:00 | Robert-Havemann-Saal
Deutsche Geschichtspolitik – von 1989 bis 2009

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Der kurze Herbst der Utopie – Berlin 1989 (s.u.)
Einführung in die Ausstellung
anschließend ab 19:30 Diskussion zur Ausstellungseröffnung

mit Hans Coppi (Historiker, VVN-BdA), Peter Jahn (Historiker, Museum Berlin Karlshorst) und Klaus Wolfram (Basisdruck-Verlag).

Schon im sozialistischen Lager war Geschichtsschreibung immer eine sehr politische Sache. Schließlich sollte der Kommunismus – d. h. die jeweilige Linie der Parteiführung – als historische Notwendigkeit nachgewiesen werden. Je nach aktueller Parteilinie war daher nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Geschichte immerwieder neu darzustellen. Radio Jerewan gab auf die Frage „Was ist schwerer vorauszusagen, die Vergangenheit oder die Zukunft?“ die weise Antwort: „Die Vergangenheit. Unsere Zukunft ist sicher, die Vergangenheit aber ist unvorhersehbar.“

Zur Eröffnung der Ausstellung diskutieren Experten und Zeitzeugen die Veränderungen im öffentlichen und öffentlich vermittelten Geschichtsbild des neuen Deutschlands. Denn auch nach 1989 hat das politische Interesse an Geschichte und Geschichtsschreibung nicht nachgelassen, wie nicht nur am Streit um die Gedenkstättenkonzeption des Bundes zu erkennen war.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage politische Bildung.
Veranstalter: Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte


Der kurze Herbst der Utopie – Berlin 1989
07. 05. 2009 bis 28. 08. 2009
werktags von 10:00 - 17:00 und nach Vereinbarung

Mit jedem Jahr wird die DDR grauer, ihr Ende unabwendbarer und die Ereignisse von 1989 eindeutiger. Kerzen, Demos, Mauerfall - War das alles? "Der kurze Herbst der Utopie" stellt einiges von dem vor, was da noch gewesen ist. Gestaltet und konzipiert von Menschen, die '89 engagiert und streitbar Geschichte (mit)gemacht haben, erinnert die Ausstellung an die Vielfalt der DDR-Opposition, an ihre politischen Konzepte, Wünsche, Visonen.

Die Ausstellung zielt dabei auf den Widerspruch zwischen dem zentralen Resultat der Wende, dem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes, und den Motiven der DDR-deutschen Protagonisten der Entwicklung, der Ausreiser wie der Oppositionellen. Zum 20. Jahrestag der Ereignisse haben wir die Ausstellung ein wenig ergänzt: um einige Felder oppositioneller Politik, die ihre Aktualität bis heute behalten haben.

Anmeldung für Führungen (kostenlos, aber nicht umsonst), Broschüre mit den Texten der Ausstellung (Selbstkostenpreis 1,50 EUR) über: Tel. (030) 20165520 oder kontakt@hausderdemokratie.de
Veranstalter: Stitung Haus der Demokratie und M enschenrechte







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