Von der LINKEN zur SPD


Bildmontage: HF

18.05.09
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Kommentar von Charlotte Ullmann

Sollen doch diejenigen, die meinen, die Partei Die Linke (PDL) müsste sich möglichst eng an die SPD anlehnen, um koalitionsfähig zu sein, zu ihr überlaufen. Dann wird die Linke auch insgesamt wieder glaubwürdiger werden.
Denn diese Überläufer sind Hofschreier für alsbaldige Regierungsbeteiligung und sie wollen nur eines:
Den Posten unter´m Arsch!  Verantwortung? Gestaltungswillen?  Dass ich nicht lache.
Wer kann diesen Kapitalismus denn ertragen, ohne auch dessen  Abschaffung zu wollen?
Und aus der Regierung heraus kann es im Augenblick nur  Reparatur geben. 

Zudem würde eine allzu große Anverwandlung der PDL an die SPD den Effekt hervorbringen, den niemand braucht, schon gar nicht der Wähler: eine Kopie der SPD. Da wählt man doch lieber das Original.
Ich darf daran erinnern:

Vor 5 Jahren hat sich  die Linke, respektive die WASG, gegründet, als Antwort auf  den neoliberalen Kurs von Rot-Grün, auf deren Mist die Agenda 2010 mitsamt Hartz IV gewachsen ist. Und jetzt, im Zeichen der Wirtschaftskrise, will die SPD plötzlich wieder ihr linkes Herz entdeckt haben, und merkt gar nicht, dass der Kapitalismus überhaupt kein Herz  zulässt. Solange die SPD und andere Parteien,  auch Teile der PDL,  den Kapitalismus nur regulieren oder zähmen wollen, solange wird sich, im Grunde, überhaupt nichts ändern. Krisen sind dem Kapitalismus immanent, da nützen auf lange Sicht auch keine Konjunkturprogramme.
Überakkumulationskrisen (mitsamt dem daraus resultierenden Fall der Profitrate) gab es trotz Keynes, Brettonwood und New Deal. Der  Neoliberalismus war eine immanente Maßnahme, den notleidenden Kapitalismus wieder hochzupäppeln. Was ihm nur vorübergehend gelungen ist. Nun haben wir den Salat!

Charlotte Ullmann am 17.5.09

Die Autorin ist Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE.Hessen



Leserbrief von Hans-Dieter Wege zum Kommentar von Charlotte Ullmann:
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