TERRE DES FEMMES unterstützt den Offenen Brief "26 Organisationen und Initiativen aus der Zivilgesellschaft fordern Sexkaufverbot".

16.07.20
FeminismusFeminismus, Soziales, TopNews 

 

Von TDF

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e. V. fordert gemeinsam mit 25 anderen Organisationen und Initiativen, dass Bordelle weiter geschlossen bleiben und in Deutschland ein generelles Sexkaufverbot sowie Ausstiegsprogramme für Prostituierte eingeführt werden.

TERRE DES FEMMES hat schon im März anlässlich der bundesweiten Schließung der Prostitutionsstätten aufgrund der Corona-Pandemie auf die spezielle Notsituation der Frauen in der Prostitution hingewiesen.

Der Offene Brief der 26 Organisation macht darauf aufmerksam, dass in mehreren Bundesländern die Corona-Verordnungen zur Bestrafung von Prostituierten geführt haben. Das darf nicht passieren, da den Frauen keine Alternativen zur Existenzsicherung geboten werden. Hier muss schnellstmöglich etwas getan werden, um auf die anhaltende Notsituation der Frauen zu reagieren. Eine Öffnung der Bordelle ist keine Lösung und birgt Gefahren einer zweiten Corona-Welle.

TERRE DES FEMMES fordert gemeinsam mit den 25 anderen Organisationen und Initiativen, dass in Deutschland das Nordische Modell eingeführt wird, um die Nachfrage nach Prostitution und Menschenhandel einzudämmen.

„Wir freuen uns, dass von Seiten der Politik langsam aber sicher ein Umdenken stattfindet: erst der offene Brief der 16 Bundestagsabgeordneten aus CDU/CSU und SPD, dann die Unterschriftenaktion innerhalb der Partei DIE LINKE, und jetzt auch noch die freudige Nachricht der klaren Positionierung der Frauen Union für das Sexkaufverbot. All dies sind wichtige Meilensteine im Kampf für das Nordische Modell und gegen Gewalt an Frauen in der Prostitution,“ so TERRE DES FEMMES-Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle. „Nur wenn Politik und Zivilgesellschaft sich einig sind, das frauenverachtende System der Prostitution und des Menschenhandels zu beenden, werden wir dauerhaft alle Frauen vor sexueller Ausbeutung schützen können.“

Den Offenen Brief können Sie hier nachlesen. (PDF-Dokument)









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