TERRE DES FEMMES zeichnet sexistische Werbung von Füchschen Bier mit dem „Zorniger Kaktus 2020“ aus

30.07.20
FeminismusFeminismus, Wirtschaft, Düsseldorf, TopNews 

 

Von TDF

TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e. V. verleiht den diesjährigen Negativpreis für sexistische Werbung, den „Zorniger Kaktus“, an die Werbung „Medium rare oder richtig durch nehmen? Ein Füchschen stößt keiner von der Grillkante“ des Unternehmens Füchschen Bier.

Die Werbung der Brauerei aus Düsseldorf konnte sich in einem Online-Voting, bei dem über 4.000 TeilnehmerInnen abgestimmt haben, durchsetzen. Den zweiten Platz belegte die Werbung „Wir lassen Sie nicht im Stich“ von Elektrofachhandel Wiegmann, gefolgt von einer Werbung des Modelabels Takeshy Kurosawa. Die Frauenrechtsorganisation hat den „Zornigen Kaktus“ in diesem Jahr bereits zum fünften Mal verliehen.

„Auch in diesem Jahr haben die Einreichungen gezeigt, dass sexistische Werbung branchenübergreifend ist. Ob großes Unternehmen, Modelabel oder Elektrofachhandel: Sexismus prägt sowohl unsere Werbung als auch unsere Gesellschaft“, so Gesa Birkmann, Abteilungsleiterin bei TERRE DES FEMMES. „Mit der Anspielung auf sexualisierte Gewalt bietet Füchschen Bier ein Paradebeispiel für frauenfeindliche Werbung und ist zu Recht der Sieger des diesjährigen Zornigen Kaktus.“

TERRE DES FEMMES setzt sich seit Jahren gemeinsam mit vielen MitstreiterInnen gegen frauenfeindliche Werbung ein. In einigen deutschen Städten (darunter Berlin) ist sexistische und/oder diskriminierende Werbung auf öffentlichen Werbeflächen inzwischen verboten.

Langsam aber stetig findet ein gesellschaftlicher Wandel in der Einstellung zu solchen fragwürdigen Werbemethoden bei KonsumentInnen statt: Sexistische Werbung findet immer weniger Zuspruch und wirkt sogar abschreckend auf potenzielle KundInnen, wie es eine kurze Straßenumfrage von TERRE DES FEMMES zeigt.

 

Das Unternehmen Füchschen Bier aus Düsseldorf wurde im Vorfeld der Preisverkündung benachrichtigt und zu einem Gespräch über sexistische Werbung eingeladen. Es hat bis dato keine Stellung zu dem „Sieg“ des Negativpreises bezogen.

 

 







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