Leserbrief von Volker Metzroth zu Koalition SYRIZA - ANEL nicht verkennen

01.02.15
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Daß es keine "Liebesheirat" war, diese Koalition von Syriza und ANEL, bestreitet ja wohl keiner. Mit welcher anderen Partei aber hätte Syriza eine Mehrheit gehabt, um ihr gegen die weitere Verelendung vieler GriechInnen durch die Austeritätspolitik gerichtetes Sofortprogramm umzusetzen.

Mit den Memorandumsparteien ND und PASOK mit Sicherheit nicht, mit der "europafreundlichen" To Potami auch nicht, von den Faschisten brauchen wir nicht zu reden, und die KKE verweigert leider eine Zusammenarbeit.

Blieb nur die von bürgerlichen und sozialdemokratischen Kreisen - Ex-ND und auch Ex-PASOK, gebildete ANEL, deren Geburtsstunde die Verweigerung der Zustimmung einiger Abgeordneter zum 2. Memorandum war.

Hätte Syriza keine Regierung bilden können, wäre nach 3 Tagen die abgewählte ND aus zweitgrößte Partei, nach weiteren 3 die faschistische Goldene Morgenröte als drittgrößte mit der Regierungsbildung beauftragt worden.

Ob die dann fälligen Neuwahlen im Frühjahr ein besseres Ergebnis gebracht hätten, darüber kann man spekulieren. In den Augen vieler WählerInnen wäre Syriza ggf. als die Partei erschienen, die trotz 49,66% der Parlamentssitze "nichts fertig gebracht" hätte. Nutznießer hätten dann die Faschisten sein können.

Viel hätte, hätte, aber ich denke, daß das Risiko so geringer ist und zudem dünke ich mich als solidarischer Beobachter in Deutschland nicht klüger als die GenossInnen von Syriza vor Ort. 


VON: VOLKER METZROTH


Koalition SYRIZA - ANEL nicht verkennen - 28-01-15 20:56




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