Köln: Schluss mit Rassismus!


04.06.08
TopNewsTopNews, Antifaschismus, NRW 

 

Widerstand gegen den „Anti-Islam-Kongress" von „Pro Köln/Pro NRW" formiert sich.

Mehr als 40 Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen rufen zur Verhinderung durch zivilen Ungehorsam auf, darunter Kölner Kabarettisten, Die Stunksitzung und der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1.FC Köln.

Unter dem Titel dem Titel „Nein zur Islamisierung – Nein zur Kölner Großmoschee" will die rechtsextremistische „Bürgerbewegung pro Köln" am 19. und 20. September 2008 eine „Großveranstaltung" am Rheinufer in Deutz durchführen. Zu diesem Kongress ist die Crème de la Crème des europäischen Rechtsextremismus geladen. Neben dem Vorsitzenden des „Front National" aus Frankreich, Jean Marie Le Pen, soll u. a. der verurteilte Holocaust-Leugner Nick Griffin, Vorsitzender der British National Party (BNP), als Redner auftreten.

Das Anfang März gegründete „Bündnis gegen Pro Köln/Pro NRW" will dem nicht tatenlos zusehen.

Die im Bündnis vertretenen Initiativen und Organisationen haben sich auf ein gemeinsames Ziel geeinigt: Sie wollen durch eine lokale, regionale und in begrenztem Umfang auch internationale Mobilisierungskampagne erreichen, dass am 19./20.9. so viele Gegner der rechtsextremistischen europäischen Größen und ihrer Anhänger auf der Strasse sind, dass mit einer organisierten „Verstopfung" der Stadt, diese ungebetenen Gäste daran gehindert werden den Veranstaltungsort zu erreichen.

Dem Aufruf des „Bündnis gegen Pro Köln/Pro NRW" haben als Erstunterzeichner bisher mehr als 40 Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen unterschrieben. Das Spektrum reicht von der BezirksschülerInnenvertretung (BSV) über Gewerkschaftsgliederungen bis hin zu Kölner Kabarett-Größen und antifaschistischen Organisationen.

Michael Bernhard, „Bündnis gegen Pro Köln/Pro NRW": „Wir rufen alle Kölnerinnen und Kölner dazu auf, sich an den Gegenaktionen gegen den Kongress der Rechtsextremisten von Pro Köln/Pro NRW zu beteiligen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass sich über 1000 Neonazis ungehindert in dieser Stadt versammeln können. Wenn sich Tausende an den Protesten beteiligen, kann es uns mit Aktionen des zivilen Ungehorsams gelingen, den Kongress zu verhindern. Die so oft eingeforderte Zivilcourage gegen Rechts kann im September praktisch umgesetzt werden. Verhindern wir gemeinsam den Rassisten-Kongress."

 

Nachstehend dokumentieren wir den Aufruf des „Bündnis gegen Pro Köln/Pro NRW" und die Liste der Erstunterzeichner.

 

Internationalen RassistInnen-Kongress verhindern!

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen RassistInnen und NeofaschistInnen aus ganz Europa in Köln einen so genannten „Anti-Islamisierungs-Kongress" durchführen. Auf Einladung der selbsternannten „Bürgerbewegung pro Köln" wollen bis zu 1000 Rechte verschiedenster Couleur (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten.

„pro Köln" ist eine extrem rechte Organisation, die seit Jahren in Köln und auch überregional rassistische Politik betreibt. Viele FunktionärInnen und Mitglieder von „pro Köln" kommen aus neonazistischen Parteien und Gruppierungen wie etwa der NPD, den „Republikanern" und der „Deutschen Liga für Volk und Heimat". In letzter Zeit hetzte „pro Köln" vorrangig gegen den Bau einer Moschee in Köln-Ehrenfeld und ging mit rassistischer und extrem rechter Propaganda auf Wählerfang.

Für den Kongress im September haben sich unter anderem VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich (FPÖ), Belgien (Vlaams Belang), Italien (Lega Nord), den USA (Robert Taft Group), Großbritannien (British National Party), Spanien und Ungarn angesagt. Außerdem soll der international bekannte Vorsitzende der extrem rechten Front National (FN), Jean Marie Le Pen, anläßlich des Kongresses in Deutschland auftreten. Mit ihrem europaweiten Hetzkongress verfolgen die altgedienten NeofaschistInnen von „pro Köln" zwei Ziele: Erstens soll die die Zusammenarbeit extrem rechter Parteien aus ganz Europa ausgebaut werden. Zweitens will „pro Köln" mit dieser Großveranstaltung den Wahlkampf für die NRW-Kommunalwahlen 2009 eröffnen.

Wir werden weder ein solches internationales rassistisches Treffen dulden, noch zulassen, dass „pro Köln/pro NRW" im Kommunalwahlkampf ungestört ihre rassistische Propaganda betreiben kann. Daher rufen wir dazu auf, diesen Kongress zu verhindern!

Dies kann uns nur gelingen, wenn an diesen Tagen möglichst viele Menschen gemeinsam den Veranstaltungsort blockieren und den Rechten den Durchgang versperren. Bei aller Unterschiedlichkeit unserer politischen Ansichten verbindet uns dieses Ziel. Wir werden ihnen dabei unsere Entschlossenheit entgegensetzten und durch unsere Gemeinsamkeiten und Vielfalt unberechenbar sein. Mit dem Mittel des zivilen Ungehorsams werden wir „pro Köln" und Gefolge in die Schranken weisen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort! Sie kommen nicht durch!

 

ErstunterzeichnerInnen:

Agenturschluss Köln

AKKU – Antifaschistische Koordination Köln & Umgebung

Antifa Bonn/Rhein-Sieg

Antifa Cafe Köln

Antifa Hürth

Antifa KOK Düsseldorf & Neuss

Antifaschistische Aktion Leverkusen [AALEV]

attac jugendnetzwerk „Noya - Network of Young Altermondialists"

Bahri Gülsen (Mitglied der Bezirksvertretung Innenstadt)

BezirksschülerInnenvertretung (BSV)

Büchertisch-Projekt Counter-Information

Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW

Bundeswehr wegtreten!

Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V.

Deutscher Freidenker-Verband (DFV) e.V. Ortsverband Köln

Die Linke im Kölner Rat

Die Stunksitzung

DKP Kreis Köln

DKP Gruppe Köln-Innenstadt

FelS (Für eine linke Strömung) Berlin

geblockt!

Heinrich Pachl

Hit & Run Shows

Hochschulgruppe Die Linke. SDS

Initiative Bahnbogen Ehrenfeld e.V.

Internationale Sozialisten

internationale sozialistische linke (isl)

Interventionistische Linke [IL]

Jugend- Aktions- und Projektwerkstatt (JAPS) Jena

Jugendclub Courage Köln e.V.

Junge GEW Köln

Junge Linke Köln

Jürgen Becker

Juso Hochschulgruppe an der Uni Köln

Kampagne "Kein Bock auf pro Köln"

KEAs e.V. - Kölner Erwerbslose in Aktion

Kein Blut für Öl

Klaus der Geiger

Kreisverband Die Linke. Köln

Kulturausbesserungswerk - Autonomes Zentrum für Kultur und Politik

Kulturvereinigung Leverkusen

kumm-erus-(Team)

LandesschülerInnenvertretung NRW (LSV NRW

Landesverband Die Linke. NRW

Linksjugend ['solid] – Köln

Linksjugend ['solid] – NRW (Landesverband)

Dr. Martin Stankowski

Netzwerk Linke Opposition

Özgür Demirel (Mitglied der Bezirksvertretung Kalk)

Özlem Demirel (Mitglied im Rat der Stadt Köln)

queergestellt!

SAV – Sozialistische Alternative

Schüler gegen Rechts

SSK Salierring

Sozialistisches Forum Rheinland

Thies Gleiss, Mitglied im Bundesvorstand Die Linke

Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di (VS), Bezirk Köln

Verband Deutscher Schriftsteller in ver.di (VS), Landesverband NRW

Verein EL-DE-Haus Köln

Vereinigung der Verfolgten des Nazregimes - Bund der Antifaschistinnen und

Antifaschisten (VVN-BdA) Köln

W.Erk-Theater Leverkusen

Wilfried Schmickler

Yesim Yesil Bal (Mitglied der Bezirksvertretung Ehrenfeld)

zosamme e.V.

Spendenkonto: VVN e.V., SEB AG, BLZ 370 101 11, Konto: 11 30 469 000, Stichwort: September







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