Mitteilung

27.09.21
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Von René Lindenau, Cottbus

DIE LINKE hat bei der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag mit jämmerlichen 4,9 Prozent und dem Gewinn von 3 Direktmandaten ein verheerend schlechtes Wahlergebnis erreicht. Nicht nur Enttäuschung der Mitglieder und der zahlreichen meist ehrenamtlichen Wahlkämpfer, sondern auch zur Enttäuschung vieler, die gewisse Erwartungen an die Partei DIE LINKE hatten. Nichts mit einem Politikwechsel, der so nötig wäre. Als Trostpreis bekommt die Partei nun eine 39 Personen umfassende Fraktion; 4,3 Prozent Verlust. Ich verstehe es nicht wirklich. Wir hatten ein solides Programm und ein kompetentes Spitzenduo, inklusive vieler andere guter, erfahrene wie neue Kandidaten.

Manche "Wahlanalysten" haben mir persönlich schon wieder viel zu früh alles gewusst und zu erklären gekonnt. Danke für NICHTS, "Genossen". Nichts haben sie!

Die meiste Zeit der vergangenen Wahlperiode lag DIE LINKE mit Katja Kipping und Bernd Riexinger stabil bei 8-10 Prozent.

Dann wurden polarisierende Debatten um Unteilbar, Aufstehen, "skurille Minderheiten" aufgemacht. Bis heute nicht geklärt. Ferner hatte die neue Parteiführung um Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow coronabedingt erst ab Februar Zeit, die Partei auf den Wahlkampf vorzubereiten und zu gestalten.

Und dann sind das die wie einer Endlosschleife immer wiederkehrenden Baustellen, die noch immer auf verbindliche Lösungen und Antworten warten; Europa, Regierungsbeteiligung, Bedeutung einer sozial - ökologischen Transformation (als linkes (!) Thema), Migration u.a. Langsam bin ich es müde nur noch den Schutt anderer wegzuräumen und was am besten ist, gleich mit dafür in Haftung genommen zu werden.

Problematisch wird es, wenn sogenannte Spitzenpolitiker von Rhein und Saar unmittelbar vor der Wahl parteischädigende Bücher als "Gegenprogramm" zur LINKEN auf den Markt werfen, zur Nichtwahl der eigenen Partei aufrufen oder wenn Gemeindefraktionen/Kreisverbände nicht hinter ihren Kandidaten stehen. So lassen sich natürlich auch keine erfolgreichen Wahlausgänge zusammen zimmern.

Aber es gab ja auch schöne Zeiten.

 

René Lindenau

 







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