Karneval sicher und tiergerecht

29.01.19
NRWNRW, Umwelt, Kultur 

 

Von DIE LINKE. Duisburg

LINKE fordert ein Verbot der Teilnahme von Pferden an Karnevalsumzügen

Anlässlich des anstehenden Auftakts Strsaßenkarnevals bittet DIE LINKE. den Hauptausschuss Duisburger Karneval künftig auf den Einsatz von Pferden zu verzichten.

„Aus Liebe zum Pferd und vor allem aus Gründen der Sicherheit von Mensch und Tier sollten keine Pferde mehr auf dem Duisburger Karneval mitlaufen", so Sylvia Haselmeyer, tierschutzpolitische Sprecherin der LINKEN in Duisburg. „Pferde sind Flucht- und Herdentiere die Gerüche und Geräusche viel sensibler wahrnehmen als Menschen. Die Tiere haben bei solchen Veranstaltungen aber keine Möglichkeit zur Flucht falls sie aus verschiedenen Gründen erschrecken. Die Folgen sind absehbar. Die Pferde werden wider ihrer Natur funktionalisiert und leiden an Stress und Erschöpfung. Karnevalsumzüge in Großstädten sind nicht pferdegerecht und das kann auch nie gewährleistet werden. Auch in Duisburg beobachten Pferdekenner jedes Jahr, wie sich die Tiere aufregen und kaum gezügelt werden können, so dass sie eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen.“

Beim Rosenmontagszug 2018 in Köln gab es bei einem Unfall mit Pferden 6 Verletzte. Dies hat TierschützerInnen zu Folge verdeutlicht,  dass Pferde in Karnevalszügen ein ernstes Sicherheitsrisiko sind.

„Der rheinische Karneval ist eine antimilitaristische Tradition. Wir schätzen und unterstützen diese Tradition. Allerdings sollte sie, wo Tiere und Menschen gefährdet werden den aktuellen Begebenheiten angepasst werden“, so Lukas Hirtz, Sprecher DIE LINKE. Duisburg. „Der Karneval verhohnepiepelt den französischen und preußischen Militarismus. Daher kommen auch in den Traditionsvereinen die alten Uniformen und eben auch die Pferde. Doch heute gibt es keine Kavallerie mit Pferden mehr, deswegen sind Pferde bei Karneval auch nicht mehr nötig.“







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